aber Erhöhung des Leistungsentgelts für Sparkassenmitarbeiter fordern?
Manch einer muß da unter gespaltener Persönlichkeit leiden.
Wir werden jetzt ein wenig friedlich sein und uns auf die Zeit nach der Schlichtung vorbereiten. Viel Spaß bis dann
Von einem „spürbaren“ Angebot, dass keines ist und keiner spürt…
Nach vielem Hin und Her boten die Arbeitgeber heute im Laufe des Tages eine „Positionierung“ an. Sie sprachen von 1,5% Volumen für 2 Jahre Laufzeit und das darin 1% für die Leistungsentgelterhöhung bereits enthalten seien.
Also man rechne schnell nach: Ganze 0,5% auf 2 Jahre sollten verwendet werden zur Finanzierung einer linearen Tabellengehaltserhöhung UND für die Finanzierung einer Verlängerung von Altersteilzeit UND der Bezahlung von Aufstiegen UND der Übernahmeregelung für die Azubis. Das nannte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine „spürbare Gehaltserhöhung“- also ich spürte nix- außer Ärger und Erstaunen über so viel Frechheit.
Der VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle erklärte ausdrücklich, man mache auch kein Angebot, nur eine „Positionierung“. Der Unterschied liege darin, dass man bei einem Angebot davon ausgeht, dass ver.di es annimmt (so Herr Böhle). Wohl war, dass solch „Positionierung“ von ver.di abgelehnt werden musste, liegt auf der Hand!
Bewegung gab es zwar bei strukturellen Forderungen, es öffneten sich ein Spalt breit die Türen, aber wie der Tisch dahinter gedeckt sein soll, blieb leider völlig im Dunkeln. Nichts Konkretes also, nur soviel:
Bei der Verlängerung der Altersteilzeit wollen die Arbeitgeber zwar Zugeständnisse machen, aber nur in Personalabbaubereichen, ohne Rechtsanspruch für Beschäftigte und mit deutlich geringerem Aufstockungsbetrag wie bisher. Das läuft aber nur, wenn zugleich eine Verlängerungsoption für jene Beschäftigte materiell angereizt wird, die freiwillig über ihre Altersgrenze hinaus arbeiten möchten. Das nennen die Arbeitgeber das „Faltermodell“ (Falter mit zwei Flügeln).
Beim Bewährungsaufstieg kann man sich für die Neueingestellten (ab 1.10.2005) als Ausgleich für entgangene Aufstiege eine Pauschalzahlung vorstellen.
Übernahme von Azubis könne man reden- auch hier ist keine Konkretisierung möglich gewesen.
ver.di hat sich bewegt. Wir sehen 2,5% Lohnerhöhung für 2010 und zusätzlich 1% Volumen zur Finanzierung der strukturellen Forderungen als Ergebnis an, dass den Beschäftigten dienen würde und Wachstumsimpulse setzt. Der öffentliche Dienst muss für den Konsum ein großer Impulsgeber sein, denn die Industrie wird derzeit in der Krise diese Rolle nicht leisten können.
An der Schlichtung ging kein Weg vorbei. Zu weit liegen die Sichtweisen über das materielle Niveau auseinander, zu unbestimmt blieben die Arbeitgeber bei den Strukturforderungen.
Das doppelte Problem ist geblieben: Der Bund will so niedrig wie möglich abschließen, die VKA das Niedrige möglichst nur als Leistungsentgelt vereinbaren. Ob die Schlichtung die Herkulesaufgabe eines tragfähigen Kompromisses hinbekommt, steht in den Sternen. Also KEINE Entwarnung. Die Schlichtung beginnt am 18.2. und soll am 24. oder 25.02. enden. Danach sind wieder die Tarifvertragsparteien dran und bewerten die Schlichtungsempfehlung.
Ich freue mich über Eure Meinung im Blog! Euer Timo Tarif