Tarifabschluss öD- unter Vorbehalt einer Mitgliederbefragung!
Das waren lange Verhandlungstage und – Nächte! Aber ver.di setzt sich durch mit einer weit über dem Schlichtungsspruch liegenden materiellen Gehaltserhöhung! Die Kröte liegt bei der Arbeitszeiterhöhung auf 39 Stunden, dies trifft die Länder NRW, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland. Weil die „Kröte“ Arbeitszeiterhöhung in diesen Ländern eine schwierige Stimmungslage in unserer Mitgliedschaft hat, wird ver.di ihre Mitglieder zum Ergebnis bis 20. April befragen- die Mitglieder sollen das letzte Wort haben!
Das Ergebnis aus SPARKASSEN-Sicht (Ergebnisteile für Krankenhäuser, Erziehungsdienste, Versorgungsbetriebe, Nahverkehrsbetriebe, Lehrkräfte und den Bund lasse ich hier weg):
Gehaltserhöhungen:
Tarifgebiet West: - Ab 1.1.08 Tabellengehaltserhöhung um 50 EURO, sowie anschließend um 3,1% - Ab 1.1.09 Tabellengehaltserhöhung um weitere 2,8% - Am 1.1.09 Einmalbetrag für Alle (EG 1- 15 Ü) in Höhe von 225 EURO, Teilzeitkräfte anteilig
Tarifgebiet Ost: - Beschäftigte der EG 9 werden vorgezogen am 1.1.08 in die Bemessungssatzanpassung auf 100% einbezogen (für EG 10-15Ü bleibt es also derzeit bei 97%). - Die Tabellenerhöhung für 2008 erfolgt zeitverschoben am 1.4. 08: o Ab 1.4.08 Tabellengehaltserhöhung um 50 EURO, sowie anschließend um 3,1% o Ab 1.1.09 Tabellengehaltserhöhung um weitere 2,8% o Am 1.1.09 Einmalbetrag für Alle (EG 1- 15 Ü) in Höhe von 225 EURO, Teilzeitkräfte anteilig
Auszubildende:
- Ab 1.1.08 wird das Azubi-Entgelt um 70 EURO monatlich erhöht
- Die Übernahmeregelung § 16a wird verlängert: „1Die Tarifvertragsparteien wirken darauf hin, dass Auszubildende nach TVAöD- Besonderer Teil BBiG- nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung für mindestens zwölf Monate in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden, soweit nicht personen- oder verhaltensbedingte Gründe entgegenstehen. 2Satz 1 gilt nicht, soweit die Verwaltung bzw. der Betrieb über Bedarf ausgebildet hat. 3Diese Regelung tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2009 außer Kraft.“
Leistungsentgelt:
- Es erfolgt keine Ausweitung des Leistungsentgelts
Arbeitszeit (Mindestlaufzeit bis 31.12.2009):
- Im Tarifgebiet West beträgt die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit ab 1.7. 2008 39 Stunden.
- Die Länderöffnungsklauseln entfallen. In Niedersachsen entfällt durch die Vereinheitlichung die Sonderregelung zum 24./31.12., es gilt also wieder die allg. Regelung des TVöD
- Die Klage der VKA zur Meistbegünstigung wird zurückgezogen.
- Für Altersteilzeitbeschäftigte bleibt es bei den bisherigen Arbeitszeitregelungen.
- Teilzeitkräfte mit fester Stundenzahl haben auf Antrag(!)ein Wahlrecht,die Stundenzahl aufzustocken, sodas kein materieller Verlust entsteht.
Restanten:
- Die bereits geeinte Restantenliste von 2006 wird nun endlich am 1.7.08 – aber nicht rückwirkend- in Kraft gesetzt
Überleitungsrecht:
- Begonnene Zeit- und Bewährungsaufstiege und gewährte Vergütungsgruppenzulagen laufen auf Antrag(!) weiter bis 31.12.2009
- Bei Arbeitgeberwechsel kann die erworbene Entgeltgruppe und -Stufe berücksichtigt werden
- Das Überleitungsrecht wird verlängert, erstmals kündbar zum 31.12.2010
Erklärungsfrist:
- ver.di vereinbarte eine Erklärungsfrist bis 20.04.08 (für die Mitgliederbefragung).
- Mit Annahme des Tarifergebnisses wird die Kündigung der Arbeitszeiten vom 7.3.08 erledigt.
Tja, was haltet ihr nun von diesem Ergebnis?
Schreibt eure Meinung im Forum! Für uns Sparkässler finde ich, Timo, das gesamte Ergebnis eine gute Sache! Einen Sockel von ver.di durchzusetzen ist genial für die soziale Komponente. Im unteren/mittleren Entgeltbereich bis hin zu EG 5, Stufe 1 gibt’s dadurch zwischen 7% bis 6% Erhöhung allein in 2008. Im Durchschnitt wird durch den Sockel von 50 EURO und dann oben drauf 3,1% im Mittel für 2008 5,1% gezahlt und das ab 1.1. ohne irgendwelche Laufzeitschummelei (leider war die Zeitverzögerung für Ost nicht vollständig zu reduzieren). Die 2,8% für 2009 gibt’s auch ab 1.1. und mit Einmalbetrag macht das durchschnittlich 3,55%. Bei 14 Gehältern gerechnet erhalten Sparkässler zwischen 2.181 EURO (EG 2, Stufe 1) und 5.183 EURO (EG 15, Stufe 6)- im Mittel gibt’s über die zwei Jahre rund 3.500 EURO mehr.
Endlich ist die langjährige Verzichtspolitik im öD durchbrochen. Die „Gegenleistung“ der Arbeitszeiterhöhung ist schmerzlich, aber die Arbeitgeber wollten 40 Stunden haben. Und seht mal auf das 10 Punkte Papier der VKA, in dem 7 Großbaustellen steckten. Die haben wir abgeräumt! Im Verhältnis zum 1. Angebot ist das Ergebnis nahezu verdoppelt und zur Schlichtungsempfehlung deutlich aufgebessert. Zum Wettbewerber der Banken haben wir Sparkässler nun wieder gleichgezogen (bezüglich Einkommen und gleicher Wochenarbeitszeiten).
Ohne die hohe Warnstreikbeteiligung auch von uns Sparkässlern wäre dies Ergebnis nie zustande gekommen. Soweit in der Mitgliederbefragung dies Ergebnis aber „durchfallen“ sollte, wird ver.di in die Urabstimmung gehen. Dann ist alles offen. Jedes Mitglied sollt sich nun bei der kommenden Befragung seiner Verantwortung bewusst sein.
Ich fahre nun endlich- nach einigen Nacharbeiten- auf den Weg nach Hause und ab ins Bett!
Euer TimoTarif
Tarifverhandlungen gescheitert! Arbeitgeber rufen die Schlichtung an
Auch nach der 5. Runde vom 6. bis 7. März in Potsdam gab es keinerlei Bewegung auf der Arbeitgeberseite. Sie wollen unbedingt die Arbeitszeiten erhöhen und knüpfen alle Kompromissversuche an diese Vorbedingung. Als euer TIMO habe ich die Gelegenheit, hautnah das Verhandlungsgeschehen zu verfolgen. Und ich sage euch: Herr Schäuble hat als Verhandlungsführer der Arbeitgeber eine sehr durchsichtige Taktik gezeigt. Und die ist ganz einfach: Sie setzen auf die Schlichtung und wollen da ihre Ziele durchlavieren. Sie blicken dabei auf zwei Dinge. Zum 1. auf den Vorteil, in diesem Schlichtungsverfahren den amtierenden Vorsitzenden mit Stimmrecht zu stellen (das wechselt von Schlichtung zu Schlichtung) und so eine Empfehlung mit ihrer Mehrheit durchzusetzen. Zum 2. darauf, dass die Öffentlichkeit die Schlichtungsempfehlung schluckt. Aber zum Punkt 2. werden die Arbeitgeber – hoffentlich- die Rechnung ohne den Wirt machen. Und der „Wirt“, das sind WIR! Ich habe mitbekommen, wie sehr die Signale aus den Warnstreiks die arbeitgeberseitigen Verhandler beeindruckt haben!
Mehr als 200.000 Streikende in der vorletzten Februarwoche, am 5. März allein 100.000 Streikende. In Hannover zum Beispiel waren auf dem Opernplatz an diesem Tag über 20.000 Streikende versammelt. An den deutschen Flughäfen mussten 440 Flüge annulliert werden. Wir Sparkässler haben tatkräftig mitgemacht. In beiden Warnstreikwochen waren zusammen aus Ost- und Westsparkassen mehr als 10.000 Sparkässler dabei aus deutlich mehr als 100 Sparkassen. Viele Geschäftsstellen blieben geschlossen, allein in Dortmund am 5.3. waren es 45 Filialen von 76- ganztägig. Klasse was?
Diese geballte Streikmacht haben die Arbeitgeber nicht erwartet!! Und die Öffentlichkeit schimpft nicht, wie sie hofften, auf die Streikenden. Im Gegenteil. Eine repräsentative Schnellumfrage in Berlin beim BVG-Streik zeigte, dass 75% der Befragten Sympathie und Verständnis für unsere Forderungen haben…und warum? Weil es vielen in der Bevölkerung ganz genau so geht-die Inflation drückt und der Aufschwung ist vor allem bei den Arbeitgeberbezügen und ihren Sonderhonoraren angekommen, aber nicht bei uns. Oder sehe ich das falsch??
Die Arbeitgeber haben nun tatsächlich die Arbeitszeitregelungen gekündigt, wirksam zum 1. Mai 08. Dann werden sie Druck auf Vertragsänderungen und Neuverträge mit erhöhten Arbeitszeiten machen- wie im Länderbereich – und wollen so Fakten schaffen.
Wie es nun weitergeht? Die Bundestarifkommission hat heute einstimmig das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Das haben die Arbeitgeber ihrerseits auch und zugleich verkündet, die Schlichtung anzurufen. Die tagt nun in den nächsten Wochen (nicht-öffentlich). Am 29.3. werden dann die Verhandlungen (mit Öffentlichkeit) wieder aufgenommen.
Liebe Sparkässler, jetzt habe ich als euer TIMO etwas Verschnaufzeit. Aber euch bitte ich, die gute Stimmung in den Sparkassen in der Schlichtungszeit (da herrscht Friedenspflicht, es darf nicht gestreikt werden) nicht einschlafen zu lassen. Auch wenn sich ver.di natürlich um einen guten Kompromiss in der Schlichtung bemühen wird, wird der Konflikt vermutlich mit der Schlichtung nicht beigelegt, das ist jedenfalls meine Überzeugung. Dann müssen wir mit Streiks so richtig Flagge zeigen! Also: Macht was aus den nächsten 14 Tagen und motiviert auch eure Nachbarsparkassen!
Bis bald Euer TIMOTarif
PS: zum Angucken ein kleiner Bildausschnitt von der Bundestarifkommission bei der Abstimmung über das Scheitern der Verhandlungen am 07.03.08
4. Verhandlungsrunde: Arbeitgeber wollen Arbeitszeitregelungen des TVöD kündigen!
Statt ein verbessertes Angebot anzubieten, verhärten die Arbeitgeber weiter die Fronten! Sie erklärten, dass sie die Arbeitszeitbestimmungen des TVöD kündigen wollen. Damit zünden die Arbeitgeber eine neue Eskalationsstufe im Tarifkonflikt. Mit einer Kündigung wäre klar, dass die Arbeitgeber fest entschlossen sind, die Arbeitszeiten erhöhen zu wollen und dies in eine mögliche- derzeit sehr wahrscheinliche Schlichtung- einzubringen. Mit einer Kündigung der Arbeitszeit gibt’s nur noch eine rechtliche Nachwirkung der Arbeitszeitbestimmungen, bei Neueinstellungen könnten sie Fakten setzen mit Arbeitsverträgen über 40 Stunden/Woche. Wer jetzt noch nicht merkt, was die Stunde geschlagen hat…
Die Arbeitgeber haben sich aus meiner Sicht im anderen Zusammenhang echt lächerlich gemacht: Bei der Bewertung des Stahlabschlusses in den Verhandlungen meinten sie doch tatsächlich, mit ihren angeblichen 5%-Angebot doch dicht dran zu sein an den 5,2% im Stahlbereich NRW. Dann sollen sie uns doch 5,2% für 12 Monate anbieten, so unsere ver.di Reaktion! Und die 70 EURO für die Azubis im Stahlbereich ist dort auch deutlich überlinear! Naja, da waren die Arbeitgeber schnell weg vom Stahlabschluss, hatte dann plötzlich keine Bedeutung mehr für den ÖD-Bereich.
Was ich beim Stahlabschluss klasse fand: Allein die Andeutung von Streiks führte schon zum Ergebnis. Tja, so ist das, wenn- wie im NRW Stahlsektor- 90% aller Beschäftigten in der Gewerkschaft organisiert sind.
Ich bin stolz auf uns Sparkässler: Immerhin 6.200 von uns waren bisher auf der Straße, ca 100 Sparkassen waren beteiligt. Ganz besonders verdienen unsere Mitstreiter/innen in den Sparkassen des Tarifgebietes Ost dicke Anerkennung. In Plauen am 9.Januar gingen dort 1.100 und dann am 20. Februar 2.200 Sparkässler in Leipzig aus 40 Sparkassen (plus 7 Tochterunternehmen) auf die Straße. Sagenhaft! Wir Sparkässler müssen nun weiter-wie die anderen ÖD-Bereiche auch- Flagge zeigen. In der ersten Märzwoche -vor der 5. Runde- heißt es wieder „Bewegung“ in die Tarifrunde zu bringen- bist DU dabei?
Viele bewegende Grüße Euer TimoTarif
3. Runde: Verhandlungen treten auf der Stelle- es muss Bewegung rein!
Obwohl – wie zu erwarten- die Arbeitgeber ihr Angebot nicht nachgebessert haben und die unterschiedlichen Positionen zwischen ver.di und Arbeitgebern bestehen blieben, hat sich die Lage zugespitzt.
Allen Ernstes behauptete die Arbeitgeber-Seite, ihr („realistisches“ – O-Ton Schäuble) Angebot sei ein starker Schritt nach vorn auf die Arbeitnehmer/innen zu gewesen und dies würden viele Beschäftigte auch so positiv sehen. Jetzt sei ver.di dran, müsste auf die Arbeitgeber zugehen und ihre Forderungen runterschrauben. Sie betonen weiter, dass sowohl eine Lohnerhöhung als auch eine Verhandlungsbereitschaft zur Restantenliste und Überleitungsfrist nur bei verlängerter Arbeitszeit erfolgen soll. Als ein „Muß“ wurde die Erhöhung des Leistungsentgelts (zu Lasten der Tabellengehaltserhöhung, versteht sich) betont. Ein Nachholbedarf bei der Gehaltsfrage wird kategorisch bestritten und abgelehnt.
Gar keine Chancen räumen die Arbeitgeber unserer Forderung nach einer Übernahmeregelung für auslernende Azubis ein. Die Ausbildung über Bedarf würde durch Übernahmepflichten der Arbeitgeber konterkariert. So einfach ist das also. Aus der Sicht der Azubis wirklich starker Tobak. Die momentane Bewerber- und Arbeitsplatzlage wird schamlos ausgenutzt. Das die ver.di Jugendtarifkommission die Übernahmeregelung mit höchster Priorität belegte, zeigt, welche Bedeutung die Übernahme für die Azubis hat.
Alles in Allem: In allen zentralen Punkten sind die Positionen weit zwischen uns und Arbeitgebern auseinander. Die Lage ist also bereits jetzt nach der dritten Runde verfahren. Was ich als ein wirklich starkes Stück ansehe: Wir sollen ein AG-Angebot POSITIV bewerten, dass
den Nachholbedarf beim Geld ablehnt, das Niveau der Erhöhung unter der Privatwirtschaft ansetzen will und keine soziale Komponente vorsieht;
Dafür wird aber als „Gegenleistung“ eine Arbeitszeiterhöhung verlangt, an die zudem die Verhandlungsbereitschaft zu Restanten und Überleitung gekoppelt wird.
Weil dies alles so toll ist, sei nun ver.di dran und müsse Abstriche bei ihren Forderungen machen.
Ehrlich, ich glaube, ich bin im falschen Film! Ich hoffe, Du als Leser/in bist genauso erstaunt und sauer wie ich. Jetzt bleibt doch nur eines, die Beschäftigten müssen dem eigenen Arbeitgeber im Betrieb zeigen, wie „positiv“ sie das Angebot tatsächlich sehen. Wir haben keine andere Wahl, jetzt muss Bewegung in die festgefahrene Situation. Ich hoffe, viele Sparkässler sehen das auch so und machen bei den kommenden Warnstreiks nächste Woche mit.
Von nix kommt nix! Bis dann Euer Timo
2. Verhandlungsrunde mit 1. Angebot
Trickeiches Nullsummenspiel der Arbeitgeber
Hallo, heute war die 2. Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst und für Sparkassen. Lange genug Zeit zum Überlegen hatten die Arbeitgeber ja und so war ich gespannt auf ihr erstes ANGEBOT. Das kam erst spät am Abend. Trickreich gestaltet und bei näher Sicht ein echtes Nullsummenspiel für die Beschäftigten. Dabei „verkauften“ die Arbeitgeber das Angebot als dreistufige Erhöhung mit insgesamt 5% Volumenserhöhung, sprachen von der finanzpolitischen Grenze, die damit erreicht sei und warum ein Mindestbetrag die unteren Entgeltgruppen viel zu teuer macht.
Gehaltserhöhung, Laufzeit 24 Monate
2008 ab 1. Februar 2,5%
Ab 1. Oktober 1,0% ;durchschnittlich 2,29%
2009 Ab 1. März 0,5% durchschnittlich 0,41% p.a.
Erhöhung Leistungsentgelt 2008 um 0,50% in den Topf der LoV und 2009 um weitere 0,50% in den Topf der LoV
Wie kommen diese Prozentzahlen bei euch an? Wir haben in ver.di natürlich nachgerechnet. In 2008 sollen 2,29% durchschnittlich erhöht werden, das ist knapp über der Inflationsrate. In 2009 gibt’s ganze 0,41% mehr. Zur Erinnerung: wir wollen 12 Monate Laufzeit, nicht 24 Monate. Trotzdem beachtlich: GANZE 0,41% für das Jahr 2009! Wahnsinn!
Die Erhöhung des Leistungsentgelts ginge bei den Sparkassen in den Topf der LoV zur SSZ (SparkassenSonderZahlung), da haben wir bei der monatlichen Gehaltszahlung nichts von.
Und nun zum Nullsummenspiel. Die Arbeitszeit soll in zwei Stufen ab 1.7.08 auf 39,5 Stunden und ab 1.1.09 auf 40 Stunden erhöht werden. Macht rund 2,7% Lohnverzicht (Wir haben jede Arbeitsstundenverkürzung bezahlt durch Gehaltsverzicht). Saldo von Gehaltserhöhung und wieder Verzicht: 2008 wird komplett ein Nullsummenspiel und 2009 zahlen wir echt drauf. Als noch viel schlimmer: Am Ende haben wir eine „ROTE Zahl“ erhalten! Ein tolles Angebot-eine echte Roßtäuscherei. WAS SAGT IHR DAZU??
Unterschied Ost West wird wieder aus dem Hut gezogen! Ver.di hat es ja schon befürchtet: Die Erhöhungen sollen im Tarifgebiet Ost später erfolgen. Erst am 1.6.08 um plus 2,5%, dann erst am 1.3.09 um weitere 1,5%, Laufzeit auch bis 31.12.2009. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen- nach 19 Jahren ist jetzt Schluss mit der Abkoppelung!
Zur Verlängerung des Überleitungsrechts erfolgte keine Aussage im Angebot.
Also alles in Allem: Weder Richtung, Inhalt noch Höhe des Angebotes sind o.k.. Wir haben die richtigen Argumente. Der Nachholbedarf ist gegeben. Schluss mit der Bescheidenheit! Soweit von mir, ich freue mich von euch zu lesen!
Euer TimoTarif





