Zäh, zäher, Tarifverhandlungen mit dem AGV-Banken
Wie passten doch die Tarifverhandlungen zu dem Hotel, in dem sie gestern stattfanden. Lange, fensterlose Gänge symbolisierten den Verhandlungsablauf. Und wie in einem langen Tunnel fühlte man sich bei diesen Verhandlungen. Es ging kaum vorwärts. War da ein Licht am Ende des Tunnels und ist das das Ziel oder doch ein entgegenkommender Zug?
Um 13.00 Uhr trafen sich die Delegationen. Man tauschte Positionen aus. Bewegung? Nicht zu erkennen. Die Arbeitgeber betonten immer wieder ihr Nein zu einem Tarifvertrag zur Begrenzung von Vertriebs- und Leistungsdruck. Nein auch zu dem Verzicht auf betriebsbedingten Kündigungen. Keine Zusagen zur Fortsetzung von Vorruhestand oder Altersteilzeit. Und auch kein Angebot zu Gehaltserhöhungen.
Dann ging man in den kleinen Kreis. Die Verhandlungskommission besteht auf ver.di Seiten aus 14 Mitgliedern einschl dem Verhandlungsführer Uwe Foullong und Sekretären, die fachlich zuarbeiten. Im kleinen Kreis verhandelt man mit jeweils 7 Delegierten. Dort dann intensive Diskussionen über die Ausbildungsplätze und die Übernahme. Die Arbeitgeber argumentieren mit Betriebswirtschaft, Risiken und Kosten. Für ver.di ist die gesellschaftliche Aufgabe wichtig, die Startchance für junge Menschen.
Aber auch eine lange Diskussion um Vertriebsdruck und Leistungsstress in den Banken. Unser Hauptthema! Wird auch gar nicht von der AG-Seite geleugnet. „Ja, es wurden Fehler gemacht!“ Aber ändern? Mit ver.di gemeinsam einen Neuanfang? Regelungen treffen? NEIN! Eingriffe in die unternehmerische Freiheit! Aufgabe der Betriebsparteien! Schon so viel vom Gesetzgeber neu geregelt!
Schließlich können bei soviel Ablehnung gerade mal die Themen sortiert werden. Da kommt also noch einiges auf die Verhandler zu. Und viel kommt auf euch und uns alle zu. Denn klar ist: Bewegung am Verhandlungstisch wird es nicht geben, wenn ihr euch nicht einmischt! Ihr, die Beschäftigten in den Banken, ob in Filiale oder den Betriebsabteilungen. Ihr müsst die nächsten Tage und Wochen nutzen und Euren Chefs sagen, dass sie sich bewegen sollen. Dass Ihr die ver.di-Positionen unterstützt.
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Weiter so !!!





