Dienstag 5. Juli 2011

Sondierung ergebnislos - Kein neuer Verhandlungstermin-

Die ver.di Tarifkommission bekräftigt auf ihrer heutigen Sitzungerneut ihre Position: „Wir fordern die Arbeitgeber auf, mit uns in Entgeltverhandlungen einzutreten. Die Mobilisierung und die Streiks haben gezeigt, dass die Beschäftigten entsprechend ihres gesamtwirtschaftlichen Stellenwertes und ihres erbrachten Beitrages zur positiven wirtschaftlichen Lage der Versicherungsbranche eine Entgelterhöhung erwarten, die sie angemessen an den Ergebnissen beteiligt. Der gekündigte Entgelttarifvertrag braucht eine neue Vereinbarung. Zum ungekündigten Manteltarifvertrag sind wir nach Abschluss der Gehaltsrunde bereit, auch vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Branche, mit den Arbeitgebern eine Arbeitsgruppe zu bilden und in Gespräche einzutreten. Auch wir haben Forderungen hierzu einzubringen. Um deutlich zu machen, wie ernst es uns ist, werden wir eine zweite Streikphase beginnen. Die Tarifkommission ruft alle Beschäftigten dazu auf, sich an den Streikmaßnahmen zu beteiligen. Darüber hinaus beschließen wir, das Rationalisierungsschutzabkommen fristgemäß zum Jahresende zu kündigen. Wir bieten den Arbeitgebern an, es unverändert zeitgleich mit einem Gehaltstarifvertrag wieder in Kraft zu setzen. Sollten die Arbeitgeber die Gehaltsfragen zukünftig nur betrieblich regeln wollen, werden wir auch den Rationalisierungsschutz auf der betrieblichen Ebene behandeln. Wir lassen uns in dieser Auseinandersetzung auch nicht durch angekündigte Vorabzahlungen beeinflussen. Einen mehrfach angekündigten Tarifabschluss mit dem DHV werden wir als Kampfansage und Affront gegen die lange bewährte Sozialpartnerschaft in der Versicherungswirtschaft werten. Wir streiten weiter für fairen Umgang, faires Einkommen und faire Arbeitsbedingungen.“ Wenn sich die Arbeitgeber in ihren internen Beratungen nicht bewegen - geht es am 15.07. bundesweit mit Streiks weiter.

offiziell
Rubrik: Versicherungen
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Kommentare

 
Michael · Dienstag 5. Juli 2011 · 23:01
Was für eine Frechheit der AG-Vertreter. Jetzt sollten wir m.E. noch härter diesen Arbeitskampf gestalten. Ich bin für einen bundesweiten Streiktag an dem alle streikenden mit Bussen nach Wuppertal zu Herrn Beutelmann fahren und dort um die Mittagszeit eine Kundgebung machen. Dann kommt eine viel grössere Masse auf einmal zusammen und wir bekommen vielleicht mehr echo in der Presse. Was meint Ihr?
 
Nun reichts aber wirklich · Dienstag 5. Juli 2011 · 23:51
Es müssen Streiks her, die nachhaltig und wirksam sind.
Verdi will am 15.07.2011 streiken !
Der 15.07.2011 ist ein Freitag, wenn man mal davon ausgeht, dass ja dann schon ein Teil der Beschäftigten in der Republik aufgrund von Ferien im Urlaub ist, ist der Rest der Beschäftigten zumeist interessiert, Freitags früher Feierabend zu machen.
Wenn also ein Streik dann wieder Mittags anfängt, wird das nichts.
Ein Streik muss am Montagmorgen beginnen, idealerweise um 7:30 Uhr und fürs erste mindestens bis Mittwochs ausgedehnt werden.
Erst so beginnt die Schwarte zu krachen, erst so fangen die AGV an, sich Gedanken zu machen. Erst so wird die Tagespresse munter und die Abendnachrichten auch darüber berichten.
Traut sich Verdi wirklich so wenig zu ? wie lang soll das harmlose Spielchen, was die AGV nur mit einem Lächeln abtun weitergehen ? Sind wir nicht mehr wert ?
 
Ergo-Innendienstler · Mittwoch 6. Juli 2011 · 07:54
Am 13.07.2011 tagt der AGV in München einem der größten Versicherungsstandorte im Lande, warum machen wir den Herren nicht schon an diesem Tag deutlich, was angesagt ist!?
 
Bitte jetzt · Mittwoch 6. Juli 2011 · 07:57
Genau die gleiche Frage stelle ich mir auch. Ich habe mi vielen vielen Kollegen gesprochen und es muss nun ernst werden und endlich krachen!!! Ansonst haben wir langsam keine Lust mehr
 
keinePost · Mittwoch 6. Juli 2011 · 09:20
Also ich finde das ehrlich auch schwach von Verdi, dass man am 12.07. die Pressekonferenz der GDV nicht für einen Streiktag nutzen möchte.
Die Streiks müssen in die Presse und das wäre die beste Möglichkeit.
Stattdessen nennt man den 15.07., einen Freitag (!!!), als nächsten Streiktag.
Also entweder will man sich nicht gegenseitig weh tun oder das ist einfach strategisches Unvermögen.
 
Jupp us Kölle · Mittwoch 6. Juli 2011 · 11:42
Warum macht Verdi dem AGV nicht mal ein vernünftiges Angebot, statt nur einfach 6% zu fordern?

Glaubt Ihr die Arbeitgeber sagen nach einem Streiktag, ok, die sind zu allem bereit, wir geben denen ihre 6%??

Zurück an den Tisch und ein fairer Abschluss für alle beteiligten wäre sinnvoll!

Sonst dauert das bis in den Winter!!! Und bis dahin gibts keine Gehaltssteigerung! Und ich denke nicht, dass es dann ne Einmalzahlung von 2.000 EUR für alle geben wird!
 
Christian · Mittwoch 6. Juli 2011 · 15:19
Schon krass irgendwie
Zumal man ja auch noch wartet bis zum 15.07…..und erstmal abwartet was am 13.07. passiert….
Was soll da denn schonpassieren am 13.07. ??? Das ne AGV .- Pressekonferenz..da wird sicher 0% auf die angestellten eingegangen
 
AX(i)aner · Mittwoch 6. Juli 2011 · 15:21
Joa, da stimme ich Euch zu: Freitags einen Streik!?!?! Das ist doch für die Füße!

Montagmorgen ist toll! Der tut auch richtig weh! Aber doch nicht an dem Freitag. Nicht nur dass der Freitag für einen früheren Feierabend genutzt wird.

Doch wer streiken möchte, kann das auch, wenn er früh Feierabend macht: von 7 bis 12 Uhr streiken und direkt ausstechen und ins Wochenende! Ist auch OK. ;-) Und ich fahr dann direkt nach dem Streik in den Urlaub! :D

Wobei wie gesagt der Montag mehr schmerzt.

Oder man macht eben mal an einem Montag in den Telefonieeinheiten eine Teilbetriebsversammelung von 8 bis 13 Uhr... (klar, dass verdi das nicht macht, sondern der BR!).

@Jupp: Von den 6% abzurücken bringt ersteinmal garnichts, weil der AG erst über die %e sprechen will, wenn Einschnitte im Mantel hingenommen werden. Und wenn wir/verdi das grundsätzlich nicht akzeptieren können, brauchen wir an den %en auch nichts machen!!!

greetz,
der AX(i)aner, der immer noch ein DBV'ler ist.
 
Michael · Mittwoch 6. Juli 2011 · 15:56
Am 15.7. hält der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft eine Tagung in Köln ab. Daran soll es liegen, dass unter anderem für diesen Tag Streiks angedacht sind
 
keinePost · Mittwoch 6. Juli 2011 · 16:48
Ich glaube nicht, dass am 15.07. die Presse da sein wird. Eine hohe Beteiligung wird es an einem Freitag auch nicht geben.
Am 12.07. sähe die Sache anders aus.
 
Unglaublich · Mittwoch 6. Juli 2011 · 18:03
Am Mittwoch, 13.7. findet in München die AGV - Mitgliederversammlung mit Gastredner Dr. Töpfer, Vorsitzender der Ethikkommission der Bundesregierung, statt. Genau dann muss ver.di zu einer grossen Protestversammlung aufrufen. Wenn ein Streik Sinn haben soll, dann muss die Öffentlichkeit informiert werden - und das am besten bei dieser AGV - Veranstaltung. Und davor am 12.7. eine Protestveranstaltung bei der GDV - Pressekonferenz in Köln. Was soll ein halber Streiktag an einem Freitag???
 
Bitte jetzt · Mittwoch 6. Juli 2011 · 19:04
Wann gehts los Leute. Scheiss Hinhaltetaktik. Jetzt muss man auf die Strasse und die Medien mitnehmen. Was denken sich die agv um Beutelmann eigentlich. Keine 2 Wochen soll der Mist gehen, jetzt muss es krachen!!
 
keinePost · Donnerstag 7. Juli 2011 · 09:04
http://www.versicherungsjournal.de/unternehmen-und-personen/die-groessten-versicherer-108604.php

"Mit nur einer einzigen Ausnahme sind die 25 größten Versicherungskonzerne und -unternehmen im Jahr 2010 bei den Beiträgen gewachsen. Auch konnten wieder hohe Gewinne eingefahren werden."
 
Attacke!! · Donnerstag 7. Juli 2011 · 09:16
Liebe Gewerkschaft Verdi,

was seid Ihr bloss für ein müder Haufen.
Ihr informiert Eure Mitglieder sporadisch über Info-Flyer und eine wenig informative/aktuelle Website.
Zwischen den Informationen liegen mehrere Wochen.
Auf Kritik im Blog wird erst dann reagiert, wenn es scheinbar nicht mehr anders geht. Pressearbeit findet praktisch nicht statt.
Die Möglichkeit, Streikmassnahmen zu ergreifen, die in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wird vertan. Stattdessen sollen sich die Arbeitskampfwilligen an einem Freitag ins Wochenende streiken. Applaus!

Ihr beklagt Mitgliederschwund - aber das ist doch bei einer solch lahmen AN-Vertretung nicht anders zu erwarten!

Mensch, haut mal auf die Tonne!! Organisiert Streiktermine, die wahrgenommen werden, weh tun!! Informiert Eure Mitglieder zeitnah!! Provoziert, polarisiert!! Gebt Euren Mitgliedern das Gefühl, dass es voran geht, dass etwas passiert!!

Solltet Ihr das in den nächsten Wochen hinbekommen, dann bleibt meine Kündigung im Schrank verschlossen. Ansonsten: tschüss Verdi!
 
Christian · Donnerstag 7. Juli 2011 · 10:12
Also am 15.07. streiken
in köln usw...und dann gleich ins wochenende gehen!!!
das kann man gut machen
problem ist nur...aufn freitag sind in vielen büros eh nie alle da...+ urlaubszeit usw...son freitag fällt nem unternehmen gar nicht so auf....
 
Kay · Donnerstag 7. Juli 2011 · 12:12
@Attacke
Ich bin vollkommen Deiner Meinung - ich werde aus ver.di austreten, denn das ist keine AN-Vertretung, was die veranstalten.
Haben die Angst den AG weh zu tun?
Mehr als 3 Monate sind vergangen und es ist (fast) nichts passiert - die AG hatten Recht mit Ihrer Aussage, dass ver.di die Mitglieder nicht mobilisieren kann. Ich wusste nur nicht dass es an ver.di liegt - die Mitglieder wären bereit zu einem notfalls langen Streik und wahrscheinlich viele Nicht-Mitglieder auch.
Ver.di tut endlich was!!
 
allianz · Donnerstag 7. Juli 2011 · 12:57
Das Verdi hier mit zu weichen Maßnahmen (Kuschelkurs statt Arbeitskampf) unterwegs ist steht ja wohl nicht zur Diskussion.
Man kann ja am 15.7. / 18.7. und dann die Woche drauf die Streiks ankündigen. Dann weiß der AGV wenigstens das einiges passiert und hat dann die Möglichkeit zu reagieren.

Ihr solltet aber zusätzlich auch innerbetrieblich über Eure Betriebsräte auf die Geschäftsleitung zugehen. Eure Chefs sitzen alle im AGV-Verband Vorstand und unterstützen diesen Kurs (das macht nicht Beutelmann alleine)
 
allianz2 · Donnerstag 7. Juli 2011 · 13:32
am Ende werden wir nur Verlierer haben:

wir haben bereits 3 1/2 Nullmonate
Mitarbeiter sind von Verdi und von den AG frustiert
AG haben also frustierte Mitarbeiter und fühlen Ihre Leistung nicht gewürdigt
ein Megaabschluß wird nicht herauskommen
 
WWKaner · Donnerstag 7. Juli 2011 · 14:18
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen,das Ganze ist einfach nur schwach von Ver.Di,
ein anderes Wort fällt mir dafür nicht ein....
Nicht einmal wir als Mitglieder können Ver.di ernst nehmen,wie soll es dann der AGV tun ?
Sehr geehrte Frau Mensch,das sollten Sie sich einmal durch den Kopf gehen lassen.
 
wassolldasbedeuten · Donnerstag 7. Juli 2011 · 15:09
Bezeichnend ist, dass sich hier im Forum kein verantwortliches ver.di-Mitglied bzw. kein autorisiertes Mitglied der Tarifkomission äußert. Wozu gibt es dieses Forum dann überhaupt? Zur allgemeinen Belustigung oder Frustablademöglichkeit??
Liebe Komission - Euch geht es nicht besser als den politischen Parteien: Ihr hört nicht auf Eure Basis und verliert damit schleichend den Rückhalt der Belegschaften. Es geht mir nicht in den Kopf, dass nicht viel früher mit wesentlich drastischeren Maßnahmen reagiert wurde. Dass nun die armen AG am 12.07. geschont werden und in aller Ruhe ihre neuen Gemeinheiten aushecken können, schlägt dem Fass den Boden aus. Aber jetzt ist es mal wieder geschafft. Wir sind in der Sommerpause - einen Abschluss wird es frühestens im September geben. Vielen Dank auch an unsere Funktionäre!
 
Ergo-Versicherungsgruppe · Donnerstag 7. Juli 2011 · 15:52
Ich bin einfach sehr enttäuscht, vom bisherigen zahnlosen Kampf für unser Wohl und den dazugehörigen Maßnahmen wie Streiks, die ja eigentlich etwas bewirken sollen.

Die ständige Wartezeit und den ständigen (bzw. seltenen) Erklärungsversuchen der Verdibeauftragten, dass alles Zeit und Vorbereitungszeit braucht und alles mit Bedacht angehen muss etc. pp,... und wieder ist ein Monat um.
Ein wenig habe ich das Gefühl, als handelt es sich um die gleiche Politik unserer "Mutti" Frau Merkel, nämlich um die Politik der eingeschlafenen Füße. Kraft- und Ideenlos.
Mir kommt es vor, als seien wir nur ein Nebenprodukt oder Nebenkampfplatz einer großen Gewerkschaft. Wir werden nicht für voll genommen und sind frustriert.
Mir graust schon vor der langen Wartezeit nach dem angekündigten Streik am 15.07.2011, mal wieder schauen ob die anderen reagieren, mal wieder beraten und konsolidieren wie es so steht. Mal wieder einen Mittagstreik organisieren?

Ich weiß nicht woran es liegt, aber scheinbar ist es Verdi nicht gewohnt, dass immer mehr Leute unserer Branche aufbegehren und sich auch in solchen Foren Luft machen, wo auch sonst.
Da draußen in unseren Firmen haben wir ja, was einen Arbeitskampf betrifft, keine Rechte, wir sollen nur funktionieren und das so billig wie möglich.
Streiken sollen wir, wenn Verdi uns es erlaubt, die AGV nehmen uns nicht für voll.

Die letztgenannten sehen einfach nicht, dass was uns am Monatsende zusteht und übrig ist, einfach immer knapper wird und wir uns Extras für unser Leben und unsere Kinder nicht mehr leisten können.

Die Extras, dürfen wir aber täglich erbringen und erwirtschaften, die Extras an Mehrarbeit, an Überstunden, an Aufarbeiten von Rückständen fehlender Kapazitäten uvm.
Die Arbeitgeber haben sich daran gewöhnt, da sie wissen, dass immer mehr billiger nachkommt, billiger aus Zeitarbeitsfirmen oder billiger aus Befristungen. Frei nach dem Motto "Was Du willst nicht? es gibt genug Arbeitslose".....günstig für die Kostenqote.
Qualität zählt nichts mehr, dass was zählt, ist das was am Ende ausgepresst wird, nicht das was dazwischen ist. Also wir und das muss endlich mal publiziert werden, ansonsten sehe ich schwarz, schwarz für den Respekt meinem Arbeitgeber gegenüber und schwarz gegenüber Gewerkschaften.

Schluss mit den zahnlosen Gehaltstarifverhandlungen und der Zurückhaltung!
 
Bitte jetzt · Donnerstag 7. Juli 2011 · 17:38
Doch hier ist ein holzkopp von verdi unterwegs denn laufend werden meine Einträge gelöscht. Spiegelt das Verhalten von Verdi wieder. Was für eine miese Tour! Was passiert nun Frau Mensch, verschwinden Sie auch
 
Redaktion · Donnerstag 7. Juli 2011 · 17:54
Genau das haben wir auch angekündigt dies zu tun. Lest doch bitte die Nettiquette, damit wir alle uns im guten Umgang befinden. Das würde allen helfen und vor allem keinen Timo frust aufkommen lassen.
 
Oliver · Donnerstag 7. Juli 2011 · 19:53
Handelsblatt vom heutigen Tage:"Manager-Gehälter im Jahr 2010 um mehr als 20% gestiegen!"
Jede weitere Kommentierung überflüssig.....
 
Bitte jetzt · Donnerstag 7. Juli 2011 · 21:41
Geb jetzt gas und Timo Frust gibts schon lange, Schlafmützen. Einfach mal was Elan in die Bude. Würde Verdi und Frau Mensch gut tun. Das was der beutelmann hergibt, na der ist doch nur noch ein alter AGV mit alten beschissenen Prinzipien! Also ran an die Butter oder wollt Ihr auch im Fahrwasser der altmodischen AGV Forderungen schwimmen. Der Dampf wird Verdi ausgehen wenn jetzt nicht der Hintern auf die Strasse bewegt wird! Es ist eins vor zwölf ihr Schlafmützen oder solch ich Euch Lieblingen der AGV nennen
 
Bitte jetzt · Donnerstag 7. Juli 2011 · 21:41
Geb jetzt gas und Timo Frust gibts schon lange, Schlafmützen. Einfach mal was Elan in die Bude. Würde Verdi und Frau Mensch gut tun. Das was der beutelmann hergibt, na der ist doch nur noch ein alter AGV mit alten beschissenen Prinzipien! Also ran an die Butter oder wollt Ihr auch im Fahrwasser der altmodischen AGV Forderungen schwimmen. Der Dampf wird Verdi ausgehen wenn jetzt nicht der Hintern auf die Strasse bewegt wird! Es ist eins vor zwölf ihr Schlafmützen oder solch ich Euch Lieblingen der AGV nennen
 
wehr.di! · Donnerstag 7. Juli 2011 · 22:18
@ Redaktion: Danke
@ Ergo Versicherungsgruppe:

Hast Du schon mal einen Streik oder wenigstens eine "kämpferische Mittagspause" organisiert? Da steckt schon ein bißchen Arbeit dahinter und es muss Zeit investiert werden. Bundesweite Aktionen koordinieren, vorbereiten, darüber informieren ... wenn die Massen an unzufriedenen KollegInnen ihr Schärflein dazu beitragen würden, würde es vielleicht schneller gehen.

Ein Tarifkonflikt wie dieser besteht halt auch aus Aktion und (warten auf) Reaktion. Und es ist auch vollkommen richtig, dass auf eine Reaktion eine Debatte der im Konflikt befindlichen "Parteien" (sowohl bei ver.di als auch beim agv) erfolgt. Schließlich befinden wir uns glücklicherweise in einer Demokratie. Das mag manchmal nerven und lahm erscheinen, aber es ist trotzdem gut so!

Was den Arbeitskampf und die Rechte und "wir dürfen nur streiken, wenn ver.di es erlaubt" angeht: das ist ein Stück weit unserem Rechtsstaat geschuldet! Wir dürfen nur streiken, wenn es um einen Tarifvertrag geht - das ist die Gesetzeslage. Wir sind nicht in Frankreich, wo der politische Streik noch möglich ist.

Es ist inzwischen auch nicht mehr so leicht, noch öffentlichen Raum zu finden, wo wir uns versammeln und dem Frust Luft machen können. Auch das liegt an der Politik in unserem Land und an der Bevölkerung, die die Einschränkung der Versammlungsfreiheit nicht verhindert hat - vermutlich vor lauter "ausgebrannt sein", weil zu viel Arbeit oder weil's uns ja allen doch immer noch zu gut geht ...

Und zu den zahnlosen Aktionen: versuch z.B. mal Deine KollegInnen dazu zu bewegen, nur ihre 7,36 Stunden täglich zu arbeiten oder NICHT "freiwillig" auch noch am Samstag zu schuften, weil sie glauben, ihren Vorgesetzten, KollegInnen oder sich selbst das schuldig zu sein. Würden wir alle nur "Dienst nach Vorschrift" machen - so viele LeiharbeiterInnen können die AG garnicht herbekommen, die sie dann brauchen würden, um den Level aufrecht erhalten zu können. Du wirst aber erstaunt sein, was Dir "die Leute, die immer mehr aufbegehren" dann alles an Begründungen auffahren werden, warum noch nicht mal ziviler Ungehorsam in Form "normalen Verhaltens" möglich ist.

Nicht alles, was nicht zu Deiner Zufriedenheit läuft, liegt also an ver.di.

Und - auch das ist hier schon mehrfach erwähnt worden - ver.di ist nicht eine "Dienstleistungsorganisation", die für Dich was macht. ver.di sind alle, die was verändern wollen, koste es auch 1% vom Brutto. Das Grundprinzip hat sogar Dein Arbeitgeber inzwischen für sich entdeckt - á la "...denn Du bist ERGO"
 
keinePost · Donnerstag 7. Juli 2011 · 23:05
Sorry, aber was bisher an "Aktion" von Verdi kam, kann man ja wohl unter "schwach" verbuchen.
Mediales Interesse gleich null.
In den Firmen rumort es. Die Belegschaft ist stinkig.
Viele unorganisierte Kollegen sind zum Streik bereit! Der Kessel ist am Überkochen ... und Verdi, lässt das völlig ungenutzt.
Bietet eine total schwache Informationspolitik (von einer Versicherung in Hannover waren nur 7 [in Worten sieben] Leute zur Demo, weil der Demotermin einfach nicht kommuniziert wurde!
Verdi lässt wichtige Pressetermine der AG verstreichen, die man für medienwirksame Aktionen benutzen könnte, stattdessen setzt man freitags (!) einen neuen Streiktag an.
Da fragt man sich doch wirklich, ob Verdi und AGs sich einfach nicht weh tun möchten ...
Die Belegschaft kocht. Jahrelange miese Abschlüsse und die Ignorierung der Arbeit der Belegschaft durch die AGs, die immer mehr mit immer weniger Personal bewegen muss, sorgen dafür.
Dieser Zorn muss gebündelt zu einer eindrucksvollen, medienwirksamen Aktion genutzt werden ... allerdings nicht erst drei Monate nach Ablauf des Tarifvertrags und in der Urlaubszeit.

Wenn Verdi diese Situation, diesen Zorn der Mitarbeiter, nicht für strategisch sinnvolle Aktionen und zu einem überzeugenden Abschluss nutzt, wird sich der Zorn gegen Verdi selbst richten. Das garantiere ich!

Also sinnvolle Termine festlegen und diese kommunizieren!
 
Bin dann mal weg, im Urlaub · Donnerstag 7. Juli 2011 · 23:31
Heute schon konsolidiert ?
 
wehr.di! · Freitag 8. Juli 2011 · 07:17
Das "Du" ist in Gewerkschaftskreisen eigentlich üblich.

Und den Spruch mit der selben, alten Leier kann ich nur zurück geben. In Kritik sind die meisten (überwiegend vor allem Nichtmitglieder) auch meisterlich, nur wachsen diese Kritiker in der Regel nicht über sich hinaus ...

Wenn es so arg rumort in den Betrieben, müssten die Hütten eigentlich - wenn schon mal zum Streik aufgerufen wird - dann auch entsprechend leer sein. Das mediale Interesse würde sich dann von selbst einstellen.

 
allianz2 · Freitag 8. Juli 2011 · 08:32
Ihr (zur Not anonym über Betriebsrat ...) solltet aber zusätzlich auf Eure Geschäftsleitung Druck machen und Eure Unzufriedenheit ausdrücken. Eure Chefs sitzen alle im AGV-Verband Vorstand und unterstützen diesen Kurs (das macht nicht Beutelmann alleine).

Öffentlichkeitsarbeit: Der Aufruf zum Streik etc. ist bei mir bisher nicht angekommen. Nur durch das aktive Prüfen der Verdiseite habe ich das mitbekommen. Wieso nutzt Verdi nicht Facebook, EMAIL aktive Benachrichtigung .....
 
keinverdimitglied · Freitag 8. Juli 2011 · 08:35
Das was verdi macht ist äußerst schwach und der AGV freut sich, denn die verloren gegangene Zeit hilft dem AG, nicht uns. Das sehen wohl auch die meisten hier im Forum so.

Da von seiten verdi nichts passiert, reagiere ich selbst - ich mache seit 2 Wochen nur noch Dienst nach Vorschrift und baue Plus-Stunden ab, obwohl ich 22 Tage Arbeitsrückstand habe.
Es wäre schön, wenn sich andere dem anschließen würde, aber leider schaffe ich es noch nicht einmal, meine Kollegen zu animieren, gleiches zu tun. Solidarität fängt im eigenen Betrieb und in der eigenen Gruppe an. Deshalb sollten die Betriebsräte viel aktiver werden - macht Betriebsversammlungen, geht erst nach dem 20. Klingeln ans Telefon, haltet auch Pausen ein und verzichtet auf Überstunden. Anders werden die AG nicht wach - und verdi auch nicht.
verdi-Mitglied werde ich wohl nicht - nach dieser 'tollen' Leistung.
 
allianz2 · Freitag 8. Juli 2011 · 09:25
Ergo, kein verdimitglied:

Alles richtig. Wenn Eure Vorstände die Unzufriedenheit in der Belegschaft nicht aktiv mitbekommen werden sie auch keinen Druck im Arbeitgeberverband erzeugen zu einem vernünftigen Abschluß zu kommen; d.h. wir müssen hier auch bottom up vorgehen.

 
Redaktion · Freitag 8. Juli 2011 · 10:39
Die Sperrung wurde angekündigt, haltet euch bitte an das Thema und die Netiquette, wir wollen inhaltlich weiterkommen und nicht dem Frust Einzelner hier einen Raum bieten. Das Thema ist Tarifrunde Versicherungen und wie kommen wir zu einem guten Tarifabschluss ohne Verschlechterung des Manteltarifvertrages.
 
Gebrüder Grimm · Freitag 8. Juli 2011 · 10:43
Frustriert sind nicht nur einzelne und wenn frustriert dann über das Auftreten einer bestimmten Gewerkschaft.
 
Demokratie geht anders · Freitag 8. Juli 2011 · 11:41
Liebe Redaktion, Netiquette fängt dort an, wie ich einen anderen Forenschreiber anrede. In selbstgefälliger Du-Form sicher nicht.

Offenbar scheinen Sie hier selber Kommentare zu verfassen und gleichzeitig unliebsame Zeilen zu entfernen.
 
Christian · Freitag 8. Juli 2011 · 12:33
mein kommentar wurde auch gelöscht

hatte nur geschrieben dass kollegen von mmir..sich aktuell gar nicht für das thema interessieren

warum wurde das gelöscht?
 
AX(i)aner · Freitag 8. Juli 2011 · 13:41
Ein wenig erstaunt bin ich dann ja auch, dass sich JETZT die Redaktion meldet und an die "Netiquette" erinnert. Waren doch ganz andere Beiträge im thread zuvor löschenswert und der ein oder andere user sperrwürdig!!!

Das Rumoren in den Betrieben...naja, da rumort es mittlerweile nur noch der Arbeitssituationen und der Vorgesetzten wieder, die wie in "Täglich grüßt das Murmeltier" rumgehen, Post umverteilen, Rückstände abfragen, umverteilen, Order geben, was heute alles noch unbedingt weg muss usw.

Die Streikeslust nimmt ab und das "Vertrauen" in verdi ebenso.

In meinen Augen wird es zunehmend schwieriger für alle Parteien, bei den Verhandlungen nicht das Gesicht zu verlieren. Dem AGV ist das ansich eh egal, weil sie ohnehin schon kein Gesicht mehr haben und hauptsächlich die Beschäftigten was von ihnen wollen.

Nach den bisherigen Aktion droht verdi mehr zu verlieren, als das Gesicht. Nicht nur, dass mehr und mehr sich bestätigt fühlen, verdi nicht beizutreten, sondern auch die ohnehin schon wenigen Mitglieder auch noch zu vergraulen!

Hier scheint nur ein Griff in die Schatulle zu helfen, Streikgelder zu zahlen und eben mal richtig die Konfrontation zu suchen! Wenn mal ein paar leutz tatsächlich und länger streiken, merken es die AG auch vielleicht.
 
allianz2 · Freitag 8. Juli 2011 · 13:42
auch mein kommentar wurde gelöscht.

Ich hatte geschrieben das Verdi bessere Öffentlichkeitsarbeit machen sollte und der aktuelle Stand vom Streik weder im handelsblatt, FTD noch in meiner Firma verteilt wird

Ich denke wir sollten uns langsam aber Sicher der anderen Gewerkschaften annähern

 
Michael · Freitag 8. Juli 2011 · 14:05
Das sind Dinge über die wir nicht mitten in den Verhandlungen diskutieren sollten. Jetzt hilft nur zusammenhalten . wir machen die kommende Woche zu einer 4 Tage Woche. Ich hab gehört Freitag wird ganztags gestreikt.

 
Bitte jetzt · Freitag 8. Juli 2011 · 15:38
Hey redaktion: ich war themenbezogen und dennoch wurde meine Mitteilung gelöscht. Das erinnert mich ja fast schon an die Stasi. Hoert auf mit dem Blog wenn Ihr konstruktive Kritik löscht.
 
EmpörtEuch! · Freitag 8. Juli 2011 · 21:22
Wenn diese ganze Energie statt für ver.di-bashing mal in Aktionen in den Betrieben umgesetzt würde, hätten die Hauptamtlichen von ver.di die Unterstützung die sie bräuchten und die Arbeitgeber weniger zu grinsen, wenn sie uns wieder und wieder sagen, dass wir die Leute eh nicht auf die Straße bekommen.
Seid konstruktiv, kreativ und nicht destruktiv. Hört auf zu jammern und auf ver.di zu schimpfen. Damit schafft ihr es nur euch selbst zu frustrieren und eine weitere Entsolidarisierung untereinander.
Allen die schon mal Streiks organisiert haben, die in den Betrieben jede Woche Flugblätter verteilen und die Kolleginnen und Kollegen zum Streiken motivieren ein herzliches Dankeschön für eure tolle Arbeit! Ihr seid spitze und ihr seid es weswegen die Beschäftigten in der Versicherungsbranche nicht noch schlechter geht.
Ich bin stolz auf diese Solidarität.
 
Bitte jetzt · Freitag 8. Juli 2011 · 21:58
Wir versuchen doch alles aber sobald Unterstüzung von Verdi gewünscht wird kommt nichts sondern eine Info wir sollen abwarten! Welcher Knallkopf hat den den letzten Eintrag geschrieben. Hat der eine Gehirnwäsche bekommen! Es passiert nichts und diese Redaktion hat nichts besseres zu tun als sämtliche Kritik und ich habe zu Anfang komstruktive Kritik geäussert! Es ist einfach schlecht was due Verdi Vertretung rund um Fr. Mensch tut! Jetzt sollte man Gas geben und nichts kommt. Das wars wohl verdi, danke für nichts ganz ehrlich!!!!
 
Actio statt reactio · Freitag 8. Juli 2011 · 22:01
Zunächst vorweg: Ich bin kein Verdi-Mitglied und ich erkenne die Arbeit, die die Verdi-Funktionäre leisten, auch an.

Ich verstehe aber partout nicht, weshalb nicht die Medien mehr involviert werden. Wenn die Lökführer streiken, sind Millionen Pendler betroffen. Natürlich haben sie auch die Position dafür, aber wo ist das Problem nach
- so vielen gescheiterten Verhandlungstagen,
- AG-Angeboten, die eine Frechheit darstellen (auch dass würde das Medieninteresse nicht mindern)
- und der Tatsache, dass kein Fortschritt in den Verhandlungen zu erkennen ist, ja nichtmal ein neuer Termin ansteht

einen richtigen Streik anzusetzen?

Und damit meine ich keinen Streik, der parallel zu einer AG-Sitzung stattfindet. Weg vom Reagieren, hin zum agieren. Warum nicht mal so:
Erster Montag im August bundesweiter Aufruf zum ganztägigen Streik (warum nicht über Betriebsräte). Anschließend nicht abwarten bis eine Reaktion kommt... Direkt Aufrufen zum bundesweiten zweitägigen Streik ab dem dritten Montag im August. Ab September unbefristete Streiks, sofern kein verbessertes Angebot kommt

Dies tut sicherlich mehr weh, als die bisherigen Streikmaßnahmen von denen ich in meinem Betrieb / meiner Stadt (immerhin mehrere Versicherer) nichts mitbekommen habe.

Natürlich ist so eine Organisation schwierig. Aber selbst wenn beim ersten Mal nur ein großer Betrieb, oder vielleicht zwei mitmachen in einer Stadt. Deren AG-Vertreter werden die Kommission der AG-Verhandler schon antreiben. Beim nächsten Mal werden es vielleicht drei oder vier Betriebe sein....

Die Lokführer haben auch nicht sofort das ganze Land lahmgelegt, sondern erst einzelne Städte (per S-Bahn) und anschließend einzelne Regionen....
 
Eure Vorstände · Freitag 8. Juli 2011 · 22:03
Wir Vorstände benötigen 20 % Gehaltserhöhung. Meint ihr das fällt aus der Luft? Nein, dafür müsst ihr schön schuften! Dicke Dienstwagen, Budapest-Reisen und hübsche Frauen sind Dinge, die wir uns verdient haben!

Wir Vorstände sind es, die euch zu billigem Geld ein Dach über dem Kopf gegeben haben, warum dankt ihr uns dies nicht? Wir haben aufwendig und über jahre hinweg die Hire and Fire Geschäftsmodelle entwickelt, aber ihr dankt es uns nicht mit Leistung!
Statt dessen klagt ihr über Burnout und Erkrankung! Was ist nur mit euch verweichlichten Angestellten los? Arbeitet erst mal 40-50 Stunden, leistet Überstunden und fragt, wie ihr uns dienen könnt!
Euch fällt aber nur ein Euch mal eine Woche krank zu melden! Was soll das? So geht das nicht! Wenn ihr die vielen Rückstände nicht abarbeitet, bekommen wir keine 20 % mehr Tantiemen! Was bildet ihr euch ein? Ihr habt unsere Ehen auf dem Gewissen, wenn unsere Frauen keine Sportwagen fahren können oder unsere Kinder in einfachen Luxushotels absteigen müssen! Arbeitnehmer denkt an eure soziale Verantwortung! In unseren Unternehmen wollen Angestellte am kommenden Montag einfach zuhause bleiben oder sich krank melden, statt am Freitag zu streiken. Warum tut ihr uns das an? Wir lieben Euch doch! Nehmt endlich unsere großzügiges Angebot von 1-2 % an!
 
EmpörtEuch! · Freitag 8. Juli 2011 · 22:11
@ Bitte jetzt
Welche Unterstützung wünscht du dir? Bei wem hast du denn um Unterstützung gebeten?
Das mit dem Knallkopf überlese ich jetzt mal. Solltest dich aber nicht wundern, wenn dein Eintrag bei soviel Unsachlichkeit gelöscht wird.
Ich würde jedenfalls nicht erwarten, nur weil ich konstruktive Kritik in einem Forum äußere, dass sich gleich was ändert. Manchmal nützt ein persönliches Gespräch mit dem richtigen Ansprechpartner mehr.
Ich kann nicht beurteilen wo du dich schon überall bei ver.di um Hilfe bemüht hast, oder am Ende schon konstruktive Kritik angebracht hast, aber scher doch bitte nicht alle über einen Kamm und spare dir deine Pauschalverurteilungen. Schätze mal Beate Mensch und die KollegInnen um sie herum, drehen nicht gerade Däumchen, so wie du hier alle glauben machen magst.
Dass du einen guten Manteltarifvertrag als nichts bezeichnest, finde ich persönlich enttäuschend.
 
Bitte jetzt · Freitag 8. Juli 2011 · 22:59
Einen Flyer über 6 % kann man fünf Monate großmundig ins Netz stellen. Dann denkt man, wenn man den Verhandlungstermin hat drückt man 5% durch und ist der grosse Gewinner, Schade Verdi danke frau Mensch hat aber nicht geklappt und nu es kommt weder ein zweiter Flyer über die Verdi Hompage/kontakt kriegt man keine Antworten und ganz ehrlich habt Ihr mit der Gegenantwort der Agv nicht gerrechnet. Ich empfinde das langsam als Anfängerfehler, sachlich ruhig und ohne großes tamm tamm hätte man in die Runde gehen sollen, zwar mit klaren Forderungen aber nicht mit bereits vormitgeteilten Forderungen mit denen ein Herr Beutelmann perfekt umgehen kann. Einfach schlecht und jetzt steht man schkechten Bedingungen der agv gegenüber. Das war grotten schlecht und so etwas hätte man anders machen müssen!!
 
Demokratie geht anders · Freitag 8. Juli 2011 · 23:50
EmpörtEuch, ich finde es feige von Ihnen, einmal unter "Wehr.di!" zu schreiben und einmal unter "EmpörtEuch" .
Was wollen Sie ? uns bekehren uns beeinflußen, haben Sie es nicht gelernt andere Meinungen zuzulassen ?

Sie schwärzen hier Schreiber bei Timo Tarif an um Löschungen zu veranlassen (was ja auch gelungen ist) und nun trollen Sie sich mit neuen Namen herum?

Und hier nochmals meine Bitte, auch wenn sich in Ihren Augen die Gewerkschaftsmitglieder duzen, sie haben hier kein Recht jeden mit Du anzureden.

Sie machen sich auch noch lustig über hier gelöschte Beiträge. Netiquette bedeutet für Euch Zensur von unliebsamen Zeilen. Kritik die Verdi nicht verkraftet.

Ihre weichgezeichneten Texte und Versuche die bisherige Verdiarbeit zu verteidigen sind leicht erkennbar und gleichlautend zu vorherigen Zeilen. Verdi hat nunmal die Zeichen der Zeit nicht erkannt und da können Sie hier reden was sie wollen.
 
AGV ist keine Demokratie · Samstag 9. Juli 2011 · 01:06
Was bitte leistet der AGV, außer hier etwas zu trollen oder verdi-Bashing zu betreiben?

Richtig: der AGV erbringt keine produktive Leistung, sondern versucht nur Billiglohn durchzusetzen - und muss durch die Beiträge durchgefüttert werden, die die Kollegen und Kolleginnen tagtäglich hart erarbeiten.

Solange AGV und Vorstände denken, sie können zu ihrem persönlichen Bonus-Vorteil alles aus den Mitarbeitern rauspressen, ist Motivationsmangel nachvollziehbar.
 
Daniela Z. · Samstag 9. Juli 2011 · 08:43
@ Demokratie geht anders
@ Bitte jetzt
@ und alle die sich angesprochen fühlen

Welche Unterstützung wünscht du dir? Bei wem hast du denn um Unterstützung gebeten?
Das mit dem Knallkopf überlese ich jetzt mal. Solltest dich aber nicht wundern, wenn dein Eintrag bei soviel Unsachlichkeit gelöscht wird.
Ich würde jedenfalls nicht erwarten, nur weil ich konstruktive Kritik in einem Forum äußere, dass sich gleich was ändert. Manchmal nützt ein persönliches Gespräch mit dem richtigen Ansprechpartner mehr.
Ich kann nicht beurteilen wo du dich schon überall bei ver.di um Hilfe bemüht hast, oder am Ende schon konstruktive Kritik angebracht hast, aber scher doch bitte nicht alle über einen Kamm und spare dir deine Pauschalverurteilungen. Schätze mal Beate Mensch und die KollegInnen um sie herum, drehen nicht gerade Däumchen, so wie du hier alle glauben machen magst.
Dass du einen guten Manteltarifvertrag als nichts bezeichnest, finde ich persönlich enttäuschend.
Wenn Ihr so weiter schreibt, melde ich Euch/DICH.
 
allianz2 · Samstag 9. Juli 2011 · 09:32
hallo zusammen,

ich glaube das Gefühl der Aktionslosigkeit bei Verdi bezieht sich auf den Kommentar von Frau Mensch im letzten Blog (habe ich unten reinkopiert). Ich vermute das unsere Blogger sich etwas mehr Action erwarten als "etwas Zeit verstreichen ...."

Nun schauen wir nach vorne:
Die nächsten Streiks (warum eigentlich nur einer) müssen sitzen: Warum nicht vor dme Handelsblatt oder der FInancial Times streiken, warum nicht vor großen Vertretern (die beschweren sich dann schon bei den Vorständen), warum nicht an wichtigen Verkehrsknotenpunkten, warum nicht vor dem Bundeskanzleramt (Botschaft wäre dann wohl Verlängerung der Befristung und neue Niedriglohn TG ...)





Beate Mensch · Donnerstag 30. Juni 2011 · 18:31
Hallo Zusammen,
wir sind nach wie vor ohne weiteren Verhandlungstermin. Auch verschiedene Kontakte mit den Arbeitgebern nach den Streiks zeigen hier noch keine veränderte Grundlage. Daher wird die Tarifkommission am Dienstag über das weitere Vorgehen zu entscheiden haben, z.B. auch über mögliche weitere Streiks. Es ist durchaus hilfreich, nach solch großen Arbeitskampfmaßnahmen etwas Zeit verstreichen zu lassen, um Bewegung , Signale o.ä. zu ermöglichen. Das ist wichtig.So ergibt sich auch die zeitliche Lage der Tarifkommissionssitzung. Dann aber gilt es, die notwendigen Entscheidungen auch zu treffen. Davon werden sie genauso wie nach Verhandlungen hören/informiert werden. Trotz Höhen und Tiefen, Euphorie und Frust in dieser Auseinandersetzung, ist für die weitere Strategie wichtig, einen kühlen Kopf zu behalten. - Das ist nicht das Wort zum Sonntag, sondern mein Anliegen, diesen Tarifkonflikt mit dem nötigen Ernst, der nötigen Entschlossenheit und der Verantwortung für alle zu betreiben und auch zu beenden, wenn wir eine Möglichkeit sehen, dies mit angemessenen Vereinbarungen auch zu tun. Soweit sind wir aber derzeit noch nicht. Mit freundlichen Grüßen Beate Mensch
 
Bitte jetzt · Samstag 9. Juli 2011 · 21:15
Was kommt jetzt Verdi. Hallo Fr. Mensch, arbeiten Sie noch für Verdi? Mehr information und weniger Zurückhaltung wäre angebracht! Sie glauben wohl nicht das unter diesen Umständen jemand streikt oder gar Mitglieder geworben oder mobilisiert werden können. Wie sagten schon große Leute!!!! Stillstand ist Rückschritt und bei Verdi würde ich es Versagen nennen. Nehmt die 2% an bevor ihr noch mehr unheil anrichtet und wir suchen uns alle eine andere Gewerkschaft, ganz ehrlich oder kommt da noch was womit ich nicht rechne? Haben Sie ein Überraschungseu für uns alle?
 
Ergo-Versicherungsgruppe · Samstag 9. Juli 2011 · 21:45
Frau Mensch kommt mir doch ein wenig hilflos vor, naja, irren soll ja MENSCHlich sein.

N-A-G, ich komme, ich hoffe ihr werdet uns in Zukunft nicht so zahnlos hängen lassen.
 
NAG · Sonntag 10. Juli 2011 · 14:29
... die Hoffnung stirbt zuletzt
 
NAG · Sonntag 10. Juli 2011 · 14:30
... die Hoffnung stirbt zuletzt
 
Zefix · Sonntag 10. Juli 2011 · 15:14
Bitte jetzt lassen wir doch mal die Kirche im Dorf!

Die 2 % können nicht - ohne Unheil anzurichten - akzeptiert werden, wenn dafür nach wie vor Verschlechterungen des MTV einhergehen. Um dies zu verhindern wurde und wird weiter gestreikt.

Und appropos mangelhafte Information von Seiten ver.di: Die letzte Info zur Tarifrunde vom DHV ist vom 31.03.2011 und bei der NAG ist das letzte Info auch schon was älter (06.06.) ...



 
Demokratie geht anders · Sonntag 10. Juli 2011 · 15:27
Das liegt daran, dass aufgrund des Status als jüngste und bisher noch kleine NAG-Gewerkschaft diese zu den Gehaltstarifverhandlungen nicht eingeladen worden sind (siehe Veröffentlichungen auf Homepage). Man nimmt sie also noch nicht für voll, daher auch nur spärliche Beteiligungen und Infos zur Tarifrunde. Aber ich denke mir, dass sich dies nach der aktuellen Farce in den nächsten Jahren ändern wird. Also ich bin auch aufgrund der überschaubaren und kalkulierbaren festen Mitgliedsbeiträge nicht abgeneigt.
Neuer Wind muss einfach mal rein.
 
Zefix · Sonntag 10. Juli 2011 · 16:33
??? Hat nicht die NAG als jüngste und bisher noch kleine Gewerkschaft trotzdem die AG zu Verhandlungen "eingeladen"? (siehe Veröffentlichung auf Hompage/Fluglatt zur Tarifrunde). Kann man ja mal machen ...

Aber sei's drum - letztendlich schreibt die NAG im zweiten Flugblatt, dass für interne Streitig- oder Eitelkeiten kein Platz ist und alle mit ihrem ganz persönlichen Einsatz zu einer erfolgreichen Tarifrunde beitragen sollten. Richtig.

So eine Tarifrunde gab's schon lange nicht; von Streiks ganz zu schweigen. Das jetzt dann als Farce zu bezeichnen ist eigentlich widersprüchlich. Und neuen Wind haben wir ja mit Beate Mensch jetzt auch bekommen.
 
Demokratie geht anders · Sonntag 10. Juli 2011 · 17:00
Siehe aber Satzung vom 19.04.2011 bei NAG unter -Tarifrunde-:

"Bereits bei unserem Vorstellungstermin beim agv haben uns die Herren eröffnet, dass ihnen ver.di unmissverständlich mitgeteilt habe, auf gar keinen Fall gemeinsam mit der NAG zu verhandeln. Soweit zu den Rahmenbedingungen"..weiter...es müssten erst eine vierstellige Migliederanzahl erreicht werden, damit diese als Tarifpartei Einfluss hat und mitwirken kann...

Also die NAG wird von den AGV und Verdi ausgesperrt (Futterneid?)


Mit Frau Mensch erlebe ich aber eher Zurückhaltung, Unsicherheit und keine Bissigkeit. "Kühlen Kopf" bewahren ist zwar schön und gut aber das muss man doch bei jeder Tarifrunde.
Ich denke mir aber auch, dass die Alt-Herren-Riege eine Frau nicht für voll oder ernst nehmen, obwohl die Damen ja nornmalerweise auch ganz schön hantig sein können.

Also Fazit ist, die AGV nehmen weder Gewerkschaften wie Verdi (obwohl erfahren und alteingesessen), weder NAG obwohl neu, Frauen offensichtlich nicht und ebenso auch nicht ihre Arbeitnehmer ernst, sondern spielen Marionettentheater, als wenn Sie die Fäden in der Hand haben. Okay, das mag ja zum Teil sein, aber in der Augsburger Puppenkiste sind wir nun mal nicht.

Und es wird daher Zeit, dass es nunmal 13 schlägt.
 
Demokratie geht anders · Sonntag 10. Juli 2011 · 17:02
Anmerkung, es muss heißen: Bericht Migliederversammlung 2011 vom 09.04.2011 (nicht 19.04.2011) bei NAG.
 
Gewerkschafterin · Sonntag 10. Juli 2011 · 23:36
Hallo Leute,
wenn ihr Eure Energie weniger in diesem Forum und mehr in den BEtrieben einsetzen würdet, wären wir sicher schon ein Stück weiter. Ehrlich gesagt, verstehe ich vieles in diesem Forum überhaupt nicht. Verdi ruft Euch jetzt zum dritten mal zum Streik auf, verdi hat eine klare inhaltliche Position in dieser Tarifrunde und hat in diesem Forum und über andere Wege deutlich über die eigene Position und die Verhandungsziele informiert. Wir sind zu schlapp? Wir brauchen zu lange um die nächste Aktion auf die Reihe zu bekommen? Wie wär es denn, wenn ihr einfach mal mit dazu beitragt, dass die Aktionen groß und machtvoll werden. Aus meinem Betrieb waren wir jetzt zwei mal mit rund 600 im Streik. Würde jeder/jede bis nächsten Freitag nur einen weiteren Kollegen überzeugen, dann wären wir 1.200 und wäre die Dynamik überall so, dann wird der nächste Freitag zum größten Streiktag in der Geschichte der Branche! O.K. -nätürlich kann man drüber diskutieren, ob man Freitag oder Montag strekt und welchen Anlass - Termin agv oder Termin gdv oder was auch immer wir zum Anlass nehmen. Die Tarifkommission überlegt was geht und was sinnvoll ist, kann man anders sehen, aber geht es jetzt darum? Mit der fehenden Aufmerksamkeit in den Medien habt ihr ja recht, aber daran arbeiten wir - und nicht erst jetzt. Viellecht denkt ihr einfach mal darüber nach, warum das so vielen Medien keine Meldung wert ist.
Zur NAG: Es gibt in unserem Land ganz klare Regelungen, wann ein Zusammenschluss tariffähig ist. Die Arbeitsgerichte gehen davon aus, dass eine Organisation auch arbeitskampffähig sein muss um Tarifpartei zu sein. Die NAG ist das aufgrund ihrer Größe und Durchsetzungsmacht nicht. Da hat verdi niemanden ausgeschlossen und da geht es nicht um Futterneid. Aber mal so ganz nebenbei: Die NAG hat groß verkündet, dass sie eine viel bessere Tarifarbeit als verdi macht und das in dieser Tarifrunde auch zeigen wird. Dann mussten sie leider die Realität erkennen, dass sie nicht (oder noch nicht) mitspielen können. Das hat erstmal nichts mit verdi zu tun. Aber ganz ehrlich, warum sollten wir (verdi) nun mit aller Macht die NAG mit an den Tisch holen, die in ihren bisherigen Publikationen immer wieder die Tarifarbeit von verdi angreifen? Keiner verbietet den Kolleginnen und Kollegen von der NAG sich an Streiks und Aktionen zu beteiligen. Wenn es denen wirklich um die Interessen der Beschäftigten geht, warum tun die das nicht? Die können auch mit ihren Fahnen kommen und in Flugblättern für die Streiks aufrufen, warum tun die das nicht? Wem gehts hier denn eigentlich nur um die Stärkung der eigenen Organisation? Nochmal - auch wenn ich mich wiederhole, es geht jetzt nicht darum, ob irgendjemand es besser kann als verdi, darüber können wir nach dieser Runde streiten, davor hab ich auch gar keine Angst. Aber jetzt geht es um größtmögliche Einigkeit. Da muss sich jeder entscheiden, auch die Kolleginnen und Kollegen der NAG und daran werde ich diese Organisation danach auch messen!

Das, was hier einige von Euch über die Kollegin Mensch schreiben kann ich nun gar nicht mehr verstehen. Ich weiss auch nicht, woher ihr eigentlich Eure Informationen bezieht, wie unsere Verhandlungsführerin so arbeitet. Ich erlebe sie in den Verhandlungen als außerordentlich konsequent. Sowohl gegenüber den Arbeitgebern als auch bei der Formulierung der Verhandungsziele. Was hier zum Teil als Zögerlichkeit kritisiert wird, gehört schlicht zum Geschäft. NAch einem Streik spricht man mit dem agv und wartet das Ergebnis dieser Gespräche erst mal ab. Wenn man dann feststellt, dass die Herren sich nicht bewegen, dann plant man die nächsten Schritte. Genau das passiert. Und wenn ich mich ein weiteres mal wiederhole, einen Streik durchzuführen ist eine Menge Arbeit und die muss gemacht werden, bevor es zum nächsten Streiktermin kommt! Wären wir mehr, ging es vielleicht schneller. Und zu "Demokratie geht anders". Verdi ist eine demokratische Organisation und deshalb müssen nächste Schritte und Aktionen auch in der Organisation diskutiert und entschieden werden. Demokratie kostet eben auch Zeit!

Alle die, die sich hier so negativ äußern, und andere so trefflich kritisieren können, die Frag ich einfach, was tut ihr? Jetzt - nicht irgendwann, was ist Euer Beitrag für einen erfolgreichen Streik? Wenn wir doppelt so viele Mitglieder hätten, hätten wir doppelt so viel Geld und Personal und dann könnten wir zum Beispiel die Presse zu netten Hintergrundgesprächen einladen, dann hätten wir mehr Gewerkschaftssekretäre/innen, die Streis organisieren würden und und und.
 
Der Kritiker meint · Montag 11. Juli 2011 · 05:23
Gute Fleißarbeit, nur einfach zu lang um das lesen zu wollen. Der Text ist zu wenig knackig und zu wenig auf den Punkt. Das erinnert mich wieder an Verdi. Achja steht ja auch im unteren drittel, "..nächste Schritte müssen diskutiert und entschieden werden.." da haben wir es wieder, das alte Lied.
 
Zefix · Montag 11. Juli 2011 · 07:13
... und die selbe alte Leier von den Kritikern.

Aber wer weiß - vielleicht steht ja dann am Mittwoch ein einzelner Kritiker vor dem Tagungshotel des AGV, bringt es knackig auf den Punkt warum sie zurück an den Verhandlungstisch kehren sollten und kommt damit in die Acht-Uhr-Nachrichten.
 
Bitte jetzt · Montag 11. Juli 2011 · 08:06
Dann könnte der Rest ja gehen und Verdi wird eine one man show. Besser wäre es langsam
 
EmpörtEuch! · Montag 11. Juli 2011 · 08:13
@Demokratie geht anders

Da es noch jemand unter dem Namen Wehr.di gibt, habe ich EmpörtEuch! genommen, soviel dazu.

Zu Ihren restlichen Vorwürfen oder Anmerkungen werde ich mich nicht weiter äußern, sonst heißt es wieder ich möchte Sie bekehren. Aber eins noch, bei Ihrer Antwort auf meinen Kommentar zeigt sich für mich mal wieder, dass es auch immer auf den Leser oder die Leserin ankommt, wie der/die etwas versteht. Erklärungen werden so überflüssig, da sie eh anders ausgelegt werden, als die Schreiberin sie gemeint hat.

Nachdem Sie ja gegen Bekehrungen sind, werde ich auch weiterhin meine Kolleginnen und Kollegen mit Du ansprechen.
 
allianz · Montag 11. Juli 2011 · 12:04
ich denke wir sollten jetzt diese Woche durchziehen und Verdi unterstützen.

Die konstruktive Kritik ist sicher
angekommen und wenn der AGV nichts anbietet ist auch klar das der Druck steigen muß
 
So ... nun! · Montag 11. Juli 2011 · 13:56
Die AGs müssen sich totlachen bei dem Theater hier.

Ich fasse nochmals zusammen:
Die Angestellten wollen eine sichtbare Erhöhung, die die gesteigerte Arbeit der Angestellten honoriert (mehr Fälle mit weniger Personal).
Die Angestellten sind zum Streik bereit. Die Kommunikation muss verbessert werden.
Es kann losgehen!
 
Kommunikation · Montag 11. Juli 2011 · 21:42
Alle, die über ihren Betriebsrat oder durch noch nicht existierende Betriebsgruppen keine Info's bekommen, mögen sich doch bitte einfach bei den jeweiligen ver.di-Bezirken melden. Die sind unter

http://www.verdi.de/ver.di_vor_ort_-_wir_sind_fuer_sie_da/bezirke_und_ortsvereine

zu finden.

Auf geht's!
 
Mehr Prozente · Montag 11. Juli 2011 · 23:27
Hallo Gewerkschafterin, hallo zusammen,

da hier viel über die NAG geschrieben wird, hab ich mal auf deren Seite geschaut und folgendes gefunden:
Wir beobachten natürlich die Verhandlungen und haben als NAG hierzu eine klare Meinung:

Schluss mit lustig!

Das letzte Angebot der Arbeitgeber ist schlicht unangemessen und weder der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Unternehmen noch Ihrem Einsatz an den Arbeitsplätzen angemessen. Dass diese Tarifrunde nicht ohne massiven Widerstand der Beschäftigten zu einem vernünftigen Abschluss führen kann, muss jedem klar sein.

Die Gewerkschaft ver.di hat zu Recht das Angebot abgelehnt. Sie wird in Kürze zu Kampfmaßnahmen aufrufen. Wir fordern unsere Mitglieder und alle Kolleginnen und Kollegen auf, diese Maßnahmen zu unterstützen!

Mehr Geld!

Gemeinsam müssen alle Beschäftigten dem versuchten erneuten Tarifdiktat des Arbeitgeberverbands gegenübertreten. Für interne Streitig- oder Eitelkeiten ist da kein Platz. Deshalb treten wir von der NAG offen an die Seite unserer Kolleginnen und Kollegen, und ich möchte Sie sehr herzlich darum bitten, mit Ihrem ganz persönlichen Einsatz zu einer erfolgreichen Tarifrunde beizutragen!

Ist das nicht sein solidarischer Aufruf?

Und nach dem Abschluss streiten. ob Verdi das gut gemacht hat- meine, dann ist es zu spät!!!!!!
Wegen der Mitgliederzahl: habs schon mal geschrieben, die beste Werbung sind gute Abschlüsse und da hat Verdi in der Vergangenheit wirklich nicht geglänzt. Ausserdem müsste sich ja in den letzten Jahren wegen der schnellen Abschlüsse(also gespart) ganz schön viel Geld angesammelt haben!?
Und noch was: In Verhandlungen sollte man mit einem fertigen Konzept gehen und immer einen Plan B haben. Nicht erst wieder Wochen verstreichen lassen!!!!

Auch hier wiederhole ich mich:Nehmt Euch ein Beispiel bei Metall und Chemie.

 
Gewerkschafterin · Dienstag 12. Juli 2011 · 16:12
@mehr Prozente

Die Stellungnahme der NAG zu den Tarifverhandlungen habe ich auch gelesen und ich freue mich auch über diese Stellungnahme. Aber es geht mir weniger um Worte, als um Taten und bisher habe ich die Kolleginnen und Kollegen nicht so wahrgenommen, dass sie die Streiks aktiv unterstützt haben, also bei der Mobilisierung geholfen haben. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.

Beim Rest wiederhole ich mich: Hätten wir einen Organisationsgrad wie die IG-Metall, dann wären auch andere Abschlüsse drin. Da beisst sich dann die Katze in den Schwanz.
Aber ich finde man sollte auch bei korrekten Darstellungen bleiben. In den letzten Jahren hat es einen schnellen Abschluss gegeben und der war - verglichen mit dem was in anderen Branchen der Finanzdienstleistung aber auch bei Metall oder Chemie abgeschlossen wurde -gar nicht so schlecht.
Alle Tarifrunden davor mussten wir erst in den Streik, um überhaupt einen Abschluss zu bekommen. Über viele Tarifrunden ist es uns - trotz niedrigem Organisationsgrad und trotz der aus meiner Sicht nicht ausreichenden Streikbeteiligung - gelungen unseren Manteltarifvertrag im wesentlichen zu halten. Auch hier müssen wir den Vergleich mit der IG-Metall, was die Qualität unserer tarifvertraglichen Regelungen angeht in vielen Punkten nicht scheuen. Allerdings haben wir Tarifabschlüsse erreicht, die auch ich für zu niedrig halte. Aber diese Form der "Lohnzurückhaltung" findest du genauso in den Metall- oder Chemiebranchen.
Kritik finde ich o.k., aber ich finde es nicht o.k. hier einfach alles schlecht zu reden und das auch noch so allgemein, ohne sich an die Fakten zu halten.

Mit den fertigen Konzepten ist das auch so eine Sache. Die verdi Tarifkommission hat ein Konzept und eine Verhandlungsstrategie - vom Grundsatz müsste die jeder kennen, der unsere Flugblätter liest. Ich bitte aber um Verständnis, dass wir nicht alles (auch nicht den Plan B oder C) hier offen im Forum diskutieren. Wir lassen nicht Wochen verstreichen, sondern wir nutzen die Zeit. Wenn wir zum Streik aufrufen, dann bedeutet das viel Arbeit für viele ehrenamtliche Gewerkschaftsmitglieder, deshalb müssen die in die Entscheidungen einbezogen werden. Das meine ich damit, dass Demokratie Zeit kostet. Dann muss man auch mit den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb diskutieren, denn die müssen den Streik schließlich tragen.
Wenn wir zum Streik aufrufen ist das ja auch ein Risiko, stellt Euch vor die Kolleginnen und Kollegen folgen unserem Aufruf nicht, dann können wir alle Verhandlungsstrategien gleich einpacken.
Jede Kritik - egal ob ich sie nachvollziehen kann oder nicht - hat natürlich hier ihren Platz, aber ich würde mir schon wünschen, dass die sich nicht nur auf der Ebene von locker in den Raum gestellten Behauptungen bewegt.
 
keinePost · Dienstag 12. Juli 2011 · 17:09
Viele Worte ...
Man braucht sich doch nur die letzten Abschlüsse angucken ... und die waren mies.
Der Organisationsgrad ist zweitrangig, wenn es in den Firmen, wie derzeit, genug nichtorganisierte Mitarbeiter gibt, die zu einem Streik bereit sind.
Diese muss man aber entsprechend informieren! Und das ist das Problem von Verdi, dass man diese potentiellen Streikenden nicht erreicht.
Von der miesen Medienarbeit ganz zu schweigen (über die man Streiktermine ja auch mal kommunizieren könnte).
Das man diese Woche mit den zahlreichen Terminen der AGs (Pressekonferenzen usw.) untätig verstreichen lassen hat, war unverzeiliche, ganz, ganz, ganz schlechte Arbeit.
 
Gewerkschafterin · Dienstag 12. Juli 2011 · 18:08
@keine Post:
In welcher Branche mit ähnlichen Voraussetzungen und Bedingungen hat es bessere Abschlüsse gegeben?
Wenn so viele nicht Organisierte streiken wollen, warum bitten sie verdi nicht einfach um einen Streikaufruf für ihren Betrieb? Die Ansprechpartner findet ihr auf jeder Internetseite der verdi-Bezirke.
Wir haben nun mal nicht in allen Betrieben Kolleginnen und Kollegen, die aktiv Streiks vorbereiten und damit sind wir doch wieder beim Organisationsgrad!
Das wir Pressearbeit und Medienarbeit machen ist doch logisch, aber vielleicht war es noch nicht genug Druck um groß in die Medien zu kommen. Schauen wir mal, ob das am Freitag besser funktioniert.
Die letzte Frage ist eine von Taktik und Strategie - mir ist nicht klar, warum ein Streik am Montag oder Mittwoch besser ist, als einer am Freitag, aber natürlich kann man über Taktik und Strategie trefflich streiten.
Aber was willst du eigentlich mit deinen Beiträgen erreichen? Ich will, dass in dieser Woche so viele Kolleginnen und Kollegen wie noch nie in den Streik gehen und dafür kämpfe ich ... dir scheint nur wichtig zu sein verdi mies zu machen - oder?
 
Freitag bundesweiter Streik · Dienstag 12. Juli 2011 · 18:42
für alle, die es noch nicht mitbekommen haben.

Diesen Freitag ist bundesweiter Streik. Sollte in euren Betrieben noch niemand davon wissen, dann wendet euch an den Betriebsrat und die Ansprechpartner von ver.di. Erzählt es unter den Kollegen rum.

Wir werden am Freitag den AGs zeigen wie "unorganisiert" wir sind, wenn kaum noch einer da ist.

Ich bin von einer zahlreichen Teilnahme überzeugt!!!
 
keinePost · Dienstag 12. Juli 2011 · 20:31
"Die letzte Frage ist eine von Taktik und Strategie - mir ist nicht klar, warum ein Streik am Montag oder Mittwoch besser ist, als einer am Freitag, aber natürlich kann man über Taktik und Strategie trefflich streiten."

Die Frage ist doch nicht wann (wobei ein Streik freitags einfach völlig sinnfrei ist), sondern "wie verkaufe ich die Sache am Besten?"
Heute war Pressekonferenz des GDV in Köln! Pressekonferenz!
Man, da hätte man die Verdi-Meinung doch gleich mal gut vertreten können.

Aber an einem Freitag, wo Halbtagsarbeiter, Wochenendheimfahrer usw. auf der Autobahn sind und alle nur ans Wochenende denken, da ruft Verdi zum Streik auf.
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man drüber lachen.
Das wird ein Fiasko ohne Gleichen. Hinterher heißt es dann von Verdi, dass der Organisationsgrad ungenügend ist und es nur an den Mitarbeitern lag ...

"Wir werden am Freitag den AGs zeigen wie "unorganisiert" wir sind, wenn kaum noch einer da ist."

Wenn kaum noch einer da ist. Wie wahr. Es wird kaum einer zum Streiken noch da sein.
Die AGs lachen sich tot ...
Da brauche ich Verdi nicht "mies machen". Das ist einfach Fehlplanung!

Auf diesen(um es vorsichtig zu umschreiben) "nicht ganz optimalen" Umstand will ich Verdi aufmerksam machen.
Genau so, wie die schlechte Kommunikation.
Die wenigen, die am Freitag in den Firmen sind, werden wieder mal nichts wissen.
Wenn ich hier nicht öfter mal reingucken würde, wüsste ich (bei der R+V) nichts von einem Streiktag.

 
Zefix · Dienstag 12. Juli 2011 · 21:03
Der Streikaufruf wird natürlich nicht erst am Freitag verteilt. Den ersten Hinweis gab's bereits letzte Woche auf dem letzten Flugblatt im Anschluss an die Sitzung der Tarifkommission in Hannover. In der Zwischenzeit wird der Flurfunk aktiviert und der offizielle Streikaufruf ist dann fast nur noch Formsache, sofern sich KollegInnen finden, die ihn unter den 170.000 Angestellten der Branche verteilen. Dass das nicht in allen Betrieben gleich gut klappt ist wohl war und bedauerlich und hat - ja leider muss ich es sagen - was mit dem Organisationsgrad zu tun.

Und dann Pressekonferenz des GDV. Thema "Versicherungsbetrug: aktuelle Entwicklungen, Muster und ihre Abwehr" ... Selbst wenn man den Bogen zur laufenden Tarifrunde spannen kann - das interessiert bei dieser Veranstaltung dann vermutlich niemanden bzw. wird unter "Themaverfehlung" schlicht nicht berichtet.

Aber es stimmt schon - man muß sich überlegen, was will man erreichen? Ist es nicht super, wenn die "wenigen" die am Freitag nicht schon in's WE starten dann auch nicht im Haus sind? Und die Wochenendheimfahrer können sich ja nach den jeweiligen Kundgebungen auf den Heimweg machen, sofern sie den halben Arbeitstag dann mal ausnahmsweise mal mit Streik tauschen.

Also - ich hoffe, auch die KollegInnen der R+V sind dabei. Vielleicht wird ja "keinePost" einfach zur Flüsterpost?
 
keinePost · Dienstag 12. Juli 2011 · 21:19
Ich, "unorganisiert", werde selbstverständlich "meine Umgebung" vom Streik unterrichten und den Tag "frei machen".
Vielleicht sollte aber auch Verdi nochmals den Kontakt zum Betriebsrat suchen ...
... und vielleicht sollte Verdi auch einen neuen, eigenen Rubrikeintrag machen ("Frei-Tag ist Streik-Tag" :-), damit es besser auffällt, denn das verschwimmt hier etwas im Text.
 
Mehr Prozente · Dienstag 12. Juli 2011 · 21:40
Hallo Gewerschafterin,

wo bitte sind von mir locker in den Raum gestellte Behauptungen?
 
Da Huawabauer · Dienstag 12. Juli 2011 · 22:36
Ich muss den Vorrednern recht geben und es wurde ja auch schon weiter oben erwähnt und leider weiß ich nicht, weshalb sich die anonyme Gewerkschafterin etwas (entschuldigung) daneben anstellt (mit Absicht?). In meiner Umgebung weiß ich schon von einigen Leuten, die Freitags frei machen, weil sie wegfahren wollen (länger geplant), ebenso gibt es Kollegen, die ihren Sommerurlaub bereits am Freitag starten und diesen Tag freinehmen. Und ebenso viele, die früher kommen um dann Mittags Tschüss zu sagen.
Klar hat man am Streiktag ja auch irgendwie frei, aber die oben genannten Beispiele werden sich dann verständlicherweise nicht an einem Protestzug beteiligen.

Zum Wochenbeginn sammeln sich doch wieder Kunden- und Aussendienstanrufe (auch Makler usw.), die sich auch am WE ergeben haben. Wenn da schon alles steht, ist es doch viel wirksamer.

Leider ist es aber auch so, dass es auch noch genug Kollegen gibt, die einfach mit den bequemen Strom schwimmen und sich um nichts sorgen und auch nicht mitstreiken. Wenn man argumentiert, dass bei Gehaltstarifverhandlungen jeder profitiert (also nach Abschluss), dann kommt nur ein Schulter zucken und ein naja....und sehr komische Ausreden. Eine Kollegin sagte, sie streikt erst mit, wenn z.B. unser Standort geschlossen werden würde. Na gute Nacht sage ich da nur, dabei wäre es dann ja eh zu spät.

Aber leider geht es manchen eben doch noch zu gut oder haben Angst um wirklich geschlossenen Mutes auf die Barrikaden zu gehen, leider. Und so wird immer ein unvollständiges zerrissenes Bild von uns bei solchen Arbeitskämpfen vorliegen, schade.

Aber nun muss trotzdem etwas passieren!
 
Gewerkschafterin · Dienstag 12. Juli 2011 · 23:23
@mehr Prozente und alle anderen Kritiker/innen
da wird behauptet es hat in den letzten Jahren schnelle Abschlüsse gegeben - stimmt nicht, seit mehr als 10 Jahren mußten wir - bis auf den letzten schnellen Abschluss, der der Finanzkrise und ihren Folgen geschuldet war - alle Abschlüsse erstreiken! Habt ihr vielleicht nicht mitgekriegt, aber mein Betrieb war jedes mal auf der Strasse und wir haben uns oft gefragt, wo eigentlich die anderen sind. Deshalb sage ich, wer jetzt die Höhe der Abschlüsse kritisiert, den frage ich als erstes: HAst du damals auch mit gestreikt?

Nächste unbewiesene Kritik - die letzten Tarifabschlüsse waren mies - ich frage noch mal: in welcher Branche mit ähnlichen Bedingungen war er besser? Ich bin/war mit vielen Abschlüssen nicht besonders zufrieden, aber ich weiss, dass wir immer gekämpft haben, diejenigen, die jetzt hier so locker die Abschlüsse kritisieren auch?

Streik am Freitag ist scheiße, weil alle schon Mittags nicht mehr da sind? Wir in Köln rufen ab 10 Uhr auf, da sind alle noch da. Oder ich leb in einer anderen Realität als ihr. Bei uns ist Freitag ein regulärer Arbeitstag, die Zeiten in denen da alle Mittags durch die Tür sind, sind seit Jahren vorbei. Außerdem rufen wir nicht für 14 Uhr auf, sondern für 10 Uhr. Wer den Freitag scheisse findet, den Frage ich jetzt: Aus welchem Unternehmen kommst du, wie viele Kolleginnen und Kollegen gehen mit dir auf die Straße und wie oft. Ich weiss nicht, wie lange dieser Tarifkonflikt noch dauern wird - vielleicht lange! Alle die hier so radikal sind, aus welchem Unternehmen kommt ihr? Wie viele Kolleginnen und Kollegen kommen mit Euch vor die Tür und wie lange, wenn wir bei Euch zum Streik aufrufen? Machen Sie das einmalig, oder sind sie auch beim zweiten, dritten oder vierten Streik noch dabei? Das sind die Fragen, die ich jedes mal beantworten muss , damit verdi weiss, wie die nächsten Schritte aussehen können, was wir uns zutrauen in dieser Runde. Also antwortet mal, verlasst mal die Deckung. Wo kommt ihr her und wie viele gehen mit Euch in den Streik? Und damit ihr mir dann nicht vorwerfen könnt, ich würde mich nicht outen: Ich bin Betriebsgruppensprecherin am ERGO-Standort Köln und hab mich bei Timo Tarif auch schon unter meinem Namen geäußert.

WIr haben den Tag genommen, der nach unserer Einschätzung realistisch umsetzbar ist - sinnfrei ist ein Streik am Freitag nicht. Das sehen übrigens auch die Kolleginnen und Kollegen in meinem BEtrieb so.
Aber jetzt mal ein paar deutlichere Worte an alle Kritiker:
Es geht jetzt darum möglichst viele Kolleginnen und Kollegen auf die Strasse zu kriegen, damit wir zu einem guten Tarifabschluss kommen. Daran hat verdi vielleicht auch als Organisation ein Interesse, aber daran müssen eigentlich alle ein Interesse haben, die in der Branche arbeiten. Wie kann ich verhindern, dass das funktioniert? Ich behaupte verdi schläft, verdi kriegt nichts auf die Reihe, der behauptet die Verhandlungsfüherin hätte es nicht drauf - konnte ich hier alles in epischer Breite in diesem Forum lesen. Wenn ich gute Streiks verhindern möchte, versuche ich also verdi unglaubwürdig und unfähig erscheinen zu lassen. Wem nützt das? Klar, dem agv. Nun will ich nicht behaupten, dass alle, die hier ihre Kritik und ihren Frust ablassen vom agv bezahlt werden. Aber ich frage mich schon, was die Motivation mancher hier im Forum ist. Vor allen Dingen, weil ihr seit Wochen immer mit den gleichen Beiträgen kommt, egal wie sehr man versucht mit Euch in den Dialog zu kommen und zu argumentieren.
Einem Teil der Kritiker scheint es darum zu gehen, den Tarifkonflikt zu nutzen, um für die NAG oder den DHV zu werben. Wer meint, jetzt verdi zu schwächen und damit in Kauf nimmt, dass die Streikbeteiligung schlechter wird, als sie sein könnte, nur um ein paar Mitglieder zu machen, der muss sich die Frage stellen lassen, ob er wirklich die Interessen der Beschäftigten in der Branche vertreten kann!

Dieses Forum gibt es, weil verdi breit mit möglichst vielen Menschen - egal ob Mitglied oder nicht- diskutieren will und eben in der Tat an der Stimmung/Meinung aller interessiert ist. Aber wer den Kurs von verdi mitbestimmen will, der muss Mitglied werden! Die Entscheidung, wann wir streiken, wie wir streiken, ob wir Angeboten annehmen oder ablehenen, dasist das Privileg der Mitglieder. Meine Betriebsgruppe diskutiert regemäßig über die Tarifrunde, bekommt INfos, die nicht in diesem Forum stehen und das ist auch richtig so. Dazu gehört dann übrigens auch die Verhandlungsstrategie und der Plan B. Werdet Mitglied, arbeitet aktiv mit, dann entscheidet ihr auch mit, wann wir streiken und wie unsere Verhandungsstrategie aussieht!
Aber selber nicht bereit sein einen Beitrag zu leisten, sondern von uns Dienstleistungen erwarten und dann aber den Kurs entscheiden wollen - sorry, das geht nicht.

 
Gewekschafterin · Dienstag 12. Juli 2011 · 23:44
Lieber Kollege,
ich muss nicht anonym posten und habe in diesem Forum auch schon einen Beitrag mit Namen und Vornamen gepostet. Ich weiss nicht, was daran daneben ist, wenn ich die Kolleginnen und Kollegen auffordere auch mal mit Fakten zu agumentieren und nicht nur mit Behauptungen. Ich habe das in diesem Forum in meinen Beiträgen immer wieder versucht und werde das auch weiter tun. Es ist jetzt der Freitag, da gibt es Argumente dafür und auch Argumente dagegen. Ich befürchte, auch weil ich das, was du zur Streikbereitschaft schreibst durchaus richtig finde, dass wir nach dem Streik am Freitag nicht unbedingt zu einem Abschluss kommen, denn um das zu erreichen, müssten sich die Arbeitgeber bewegen. Der nächste Streik ist dann vielleicht an einem Montag oder Dienstag oder wann auch immer. Geht es jetzt wirklich darum?
Nur nebenbei, wenn viele nicht im Unternehmen sind, weil sie schon frei haben oder sowieso Urlaub, dann kommen vielleicht weniger zur Streikversammlung, dann können aber diejenigen, die streiken vielleicht auch mehr Wirkung entfalten. Letztlich ist doch entscheidend, ob der Streik im Betrieb, im Arbeitsablauf zu spüren ist.
Tut mir leid, wenn du meine Beiträge daneben findest. Aber ich und meine Kolleginnen und Kollegen im Betrieb rennen sich seit Wochen die Hacken ab, damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen sich an den Streiks beteiligen. Wir können das nur für unseren Betrieb, wir wünschen uns aber übrall so viel Aktion und sind dann manchmal ziemlich frustriert über die Beiträge die hier so abgelassen werden.
 
Meinungsfreiheit im Jahr 2011 · Mittwoch 13. Juli 2011 · 05:32
Gewerkschafterin, kann es trotzdem sein, dass Sie zuviel Zeit und Muße hier haben. Ihre Texte sind zu lang um diese zu lesen. Fassen Sie sich doch einfach mal kurz und seien sie nicht so resistent gegen Kritik oder besser gesagt gegen anderer Meinungen.

In der Kürze liegt die Würze (ich freue mich schon auf Ihren wütenden Antworttext).

Wenn Ihnen geschildert wird, wie es in Betrieben am Freitag aussieht, dann ist es nunmal kein Märchen und wenn in Köln die Zeiten der Mittags-Feierabenden am Freitag schon lange vorbei sind, dann haben Sie eigenartige Arbeitszeitregelungen. Sollen sich jetzt nach einem Standort in NRW richten?

Sie wollen alles und jeden hier, mit aller Macht zerpflücken, gibts auch noch andere mündige Leute für Sie ? Oder nur Sie anonyme Gewerkschafterin (wer sucht den nun auch noch ihren Namen hier).
 
Michael S. · Mittwoch 13. Juli 2011 · 05:40
Hallo ERGO-Gewerkschafterin, leider muss ich auch feststellen, dass Du nur Deine Ansichten hier postest, ohne bereit zu sein, anderer Meinung zuzulassen. Jeder wird irgendwie durch die Blume angemacht?! alle schreiben nur Müll und Unwahrheiten !? ausser Du !
 
Mordred · Mittwoch 13. Juli 2011 · 09:51
Leute, streitet nicht über Strategie und Meinungsfreiheit.
Besinnt Euch auf einen gemeinsamen "Gegner" : unsere Arbeitgeber.

Gegner deshalb, weil sie - zugunsten eigener Bonifikationen und Dividendenausschüttungen - die Arbeitnehmer schlecht bezahlen wollen, den Manteltarif und vieles andere (auch innerhalb der Betriebsvereinbarungen) verschlechtern wollen.

Viele Wege mögen nach Rom führen und Verdi hat sich für einen Weg entschieden. Er mag nicht optimal sein, doch bezweifle ich, daß die Stammtischrevoluzer dies besser könnten.

Also : Lassen wir Verdi ihren Job machen und seien wir einheitlich gegen die Arbeitgeber, die - was für ein Witz - immer betonen wie "sehr uns die Mitarbeiter am Herz liegen".
 
allianz · Mittwoch 13. Juli 2011 · 10:07
wir sollten jetzt nach vorne schauen:
und das ist der Streik am kommenden Freitag.
Den sollten wir nutzen und darüberhinaus werden wir sehen wies weitergeht.
Ich hoffe Verdi hat das ganzge gut auch bei der Presse kundgetan ?

Wir sind auf jeden Fall heute mit Flugblättern gut informiert worden.
 
Paperman · Mittwoch 13. Juli 2011 · 10:54
Alle die hier nur rummotzen:

Ihr seid perfekt!

Führt Euch in Euren Betrieben und bei Euren Arbeitgebern genauso oder noch schlimmer auf!
Lasst richtig raushängen, dass ihr mehr Gehalt wollt.

Dafür müsst ihr euch nicht anstrengen, nicht denken und seid unsere effektivste Waffe!
 
Christian · Mittwoch 13. Juli 2011 · 11:27
Frau Gewerkschafterin

Das sind allerdings gute Argumente, wenn viele im urlaub sind, heißt das auch dass wenn auch nur wenige streiken gehen (durch urlaub, etc.) die büros leer sind
Stimme ich dir voll und ganz zu

@ all Denke schon dass Freitags bei vielen noch "Kurz-Arbeits-Tag" ist. Gibt genug pendler, die nicht freitags erst 20h bei ihrer familie sein wollen und grad in köln muss man versuchen vor 12h/13h los zu sein..weil sonst hast du auf der A1 und A3 verloren……….
 
Spekulierer · Mittwoch 13. Juli 2011 · 11:39
Was meint Ihr? Ist nach dem Treffeb der AG heute mit einem neuen Angebot zu rechnen?
Ich gehe mal davon aus, dass zu 95% gestreikt wird.

Welches Anegbot der AG sollte man annehmen?
Ich persönlich wäre mit 3% im ersten Jahr und 1,5-2% im zweiten Jahr zufrieden. Die Laufzeit sollte allerdings mindestens ein Jahr kürzer sein wie zuletzt angeboten! Dann bitte annehmen!
 
Spekulatius · Mittwoch 13. Juli 2011 · 12:07
@ Spekulierer
Das hielte ich auch für vertretbar.
Die Zeit läuft gegen uns alle.
Eines hast Du aber vergessen: Für die Nullmonate pro Monat mindestens 150 € Einmalzahlung.
 
SpekuliererII · Mittwoch 13. Juli 2011 · 13:38
3% fürs erste Jahr, 2% fürs 2. Jahr sind ok.
Einmalzahlung 400 EUR - mehr ist realistischerweise nicht drin. Laufzeit 24 Monate und zwar rückwirkend.
Mein Arbeitgeber hat übrigens, wie durchgesickert, 3% Steigerung fürs erste Jahr einkalkuliert. Dies wurde auch bei der Jahressonderzahlung berücksichtigt und ausgezahlt (fairerweise). Spricht dafür, dass die AG mit 3% einverstanden wären.
 
Nervig ist das · Mittwoch 13. Juli 2011 · 13:48
Jetzt geht das schon wieder mit den Spekulierungen und Weißsagungen los.

Verdi hat doch eine Vorgabe gemacht, was daraus wird kann weder spekuliert werden, noch von Euch hier "realistischerweise" gesehen werden. Hört doch auf mit dem Schmus. Die Arbeitgeber sehen sonst genau, wie und wo sie Euch zufriedenstellen können, nämlich schnell und ziemlich weit unter den Forderungen.
Ihr gebt hier schlechte Steilvorlagen, die nicht dem Wunsch der Allgemeinheit betreffen.
 
SpekuliererII · Mittwoch 13. Juli 2011 · 14:15
wer ist die Allgemeinheit? Du "Nervig ist das"??

Glaubst Du an 6%? Ich muss DIR den Realitätssinn absprechen!
 
WWKaner · Mittwoch 13. Juli 2011 · 14:34
@ Nervig ist das:

Glaubst du der AGV macht seinen Verhandlungsspielraum von ein paar Meinungen innerhalb dieses Blogs abhängig ?
Eher weniger...
Und ich wäre mit den Spekulationen vom Spekulierer ebenso zufrieden...
 
r_axa · Mittwoch 13. Juli 2011 · 14:37
Ich hätte eine Bitte/Hinweis. Für erfahrene Verdianer mag das alles selbstverständlich sein, aber ich vermisse auf den Streikaufrufen eine klare Erläuterung wie das 'technisch' funktioniert.

Also Einstempeln (klar sonst ist es ja Freizeit), und dann? Abmelden oder muß der AG selbst drauf kommen? Viele wissen das nicht und ich finde auch keine FAQ von Ver.Di. Die GEW hat sowas mal versucht
http://www.gew.de/Abmelden_zum_Streik.html

Mag sich banal anhören aber für viele ist es (leider) der erste Streik.
 
Michael · Mittwoch 13. Juli 2011 · 14:40
Ich halte es für selbstverständlich, dass ich es melde wenn ich die Arbeit niederlege. Am nächsten Tag melde ich dann meinem Vorgesetzten die Zeit die ich nicht da war und dann wird das vom Gehalt abgezogen.
 
GAZ · Mittwoch 13. Juli 2011 · 15:16
Urlaub oder GAZ Tag zu empfehlen für nicht Verdi Mitglieder (da sonst Lohnausfall).

Wer nicht Urlaub oder GAZ nimmt, MUSS sich bei deinem AG abmelden. Wer sich nicht abmeldet riskiert Probleme. Die Abmeldung wird an die jeweilige PA bzw. Payroll gemeldet und der MA verliert natürlich seinen Lohnanspruch.

Verdi Mitglieder bekommen Geld aus der Streikkasse. Nicht Mitglieder verlieren Gehalt, so einfach ist das. Daher der Tipp auf GAZ zu gehen (und sich natürlich ordnungsgemäß abzumelden).
 
Bitte jetzt · Mittwoch 13. Juli 2011 · 15:20
Na dann viel Glück uns allen. Und dann will ich was hören von verdi und Frau Mensch sonst habt Ihr mindst. 30 Mitglieder weniger aus W tal
 
Spekulierer · Mittwoch 13. Juli 2011 · 16:12
GAZ?mir fehlen die Worte-was für ein toller Tipp! seine Überstunden, die einem sowieso zustehen am Streiktag abzubauen!Und wenn man keinen GAZ genehmigt bekommt-arbeitet man eben doch! haha
 
Spekulierer · Mittwoch 13. Juli 2011 · 16:14
Noch besser ist der Vorschlag Urlaub zu nehmen! ;)
 
Bitte jetzt · Mittwoch 13. Juli 2011 · 16:23
Noch geiler waere der Vorschlag mal eben seinen Urlaub zu unterbrechen um am streik teilzunehmen und den Flug aus Malle selber zu zahlen. Nach dem Streik kommt dann wieder nichts und alles war umsonst ich will was hören und sehen verdi und Frau Mensch
 
r_axa · Mittwoch 13. Juli 2011 · 16:49
Der Hinweis/die Frage war ernst gemeint - bislang hatte ich es so verstanden, daß man auf Nachfrage natürlich sagt daß man streiken war, der AG es aber letztlich selbet ermitteln muß.

Ich denke weder Häme noch Spekulationen helfen weiter. Genau deswegen sollte Ver.Di eine klare Information geben wie das funktioniert und wie man sich verhalten soll. Am besten so, daß man sich auch darauf beziehen kann (Link im Internet) um zweifelde Kollegen darauf hinzuweisen.

P.S.: Auch macht es bei Flugblättern Sinn die Termine, nächsten Aktionen o.ä. gut sichtbar auf der Startseite zu platzieren und nicht nach 3 Seiten (richtiger) Argumentation im Fließtext.
 
Spekuliere · Mittwoch 13. Juli 2011 · 17:07
Dein erster Absatz ist so richtig!

Die Häme gingen nicht gegen dich,sondern um den Hinweis von GAZ man könne Urlaub oder GAZ abbauen.

Bei uns gab es von Verdi ein Infoblatt mit ca.10 Fragen und antworten zum Streik.
 
r_axa · Mittwoch 13. Juli 2011 · 17:22
@Spekuliere: ich hatte das verstanden. Wenn man kurz überlegt ist die Idee von GAZ für einen Streik Urlaub oder Gleitzeit zu nehmen natürlich nicht zielführend (es geht ja darum dem AG Arbeitsleistung zu entziehen), aber genau das kann eben auch Ausdruck von Unsicherheit sein, wenn man sowas nicht täglich macht.

Genau deswegen wäre es gut wenn man so eine Information zentral und von Ver.Di rechtlich geprüft zur Verfügung stellt (gerne auch wie bei Euch als FAQ) - am besten auch im Netz.
 
spekulierer · Mittwoch 13. Juli 2011 · 17:29
@r-axa: Da gebe ich dir vollkommen Recht!
 
Gewerkschafterin · Mittwoch 13. Juli 2011 · 18:20
Hallo zusammen,
Bei einem Streik müsst Ihr Euch weder beim Vorgesetzten abmelden, noch die elektronische Zeiterfassung bedienen. Es ist einhellige Meinung in Literatur und Rechtssprechung, dass auch eine konkludente Erklärung der Streikbeteilung ausreicht, um die Arbeitspflicht zu suspendieren.
Oder um es einfacher zu sagen: Der Arbeitgeber kann im Regelfall davon ausgehen, dass Arbeitnehmer, die nach einem gewerkschaftlichen Streikaufruf nicht zur Arbeit erscheinen oder die bereits begonnene Arbeit abbrechen, von ihrem Streikrecht gebrauch machen. Mit dem Beginn des Streiks ruhen die Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis - auch die Nebenpflichten wie etwa die Zeiterfassung.
Anders sieht es aus, wenn es in Eurem Betrieb zu diesem Thema eine Betriebsvereinbarung gibt, aber das muss ja Euer Betriebsrat wissen.
Ganz praktisch: Bei uns ruft verdi am Freitag von 10 Uhr bis Arbeitsende zum Streik auf. Wenn ihr vorher im Betrieb seit, habt ihr morgens eingestempelt und verlasst dann um 10 Uhr ohne Zeiterfassung das Gebäude. Ihr müsst Euch nicht beim Vorgesetzten abmelden - könnt das natürlich tun, wenn ihr freundlich seit.
Nach der Streikversammlung geht ihr nachhause (ich gehe mal davon aus, dass die nicht stundenlang dauern wird, insofern können auch die, die Freitags früh Feierabend machen auch früh nach Hause gehen :-))
Ich müsst dem Arbeitgeber auch nicht mitteilen, wann ihr aufgehört habt zu streiken. Eure Streikzeit ergibt sich aus der täglichen Soll-Arbeitszeit minus die Zeit die ihr eventuell vor 10 Uhr gearbeitet habt. Wer erst um 10 Uhr kommt, braucht gar keine Zeit zu erfassen, er geht ja gleich in den Streik. (Zeitangaben variieren natürlich je nach konkretem Streikaufruf)
Die Streikzeit wird dann vom Gehalt abgezogen - Gewerkschaftsmitglieder erhalten Streikgeld von verdi.
Wenn ihr ausstempelt oder frei nehmt, um an der Streikversammlung teilzunehmen, habt ihr rein rechtlich nicht gestreikt, sondern ihr befindet Euch in Eurer Freizeit. Aber ich würde das zu keiner Glaubenfrage machen. Wer meint, sich den Gehaltsabzug nicht leisten zu können , oder wer sich nicht traut einfach zu gehen, der soll dann halt ausstempeln und bei der Kundgebung dabei sein. Besser als im Betrieb sitzen bleiben und arbeiten!
Wenn in Eurem Betrieb zum Streik aufgerufen wurde und ihr diese Infos nicht bekommen habt, dann ist beim Thema Information wirklich was schlecht gelaufen. Bei uns hat der Betriebsrat informiert, oft tun das aber auch die betrieblchen verdi-Vertreter.

Eine bitte an die Reaktion, weil ich auf die schnelle keinen entsprechenden Link zur Hand habe. Bitte sagt die Kolleginnen und Kollegen wo sie das als offizielle verdi-Information nachlesen können!

Wieder ein langer Beitrag von mir :-)
 
Bitte jetzt · Mittwoch 13. Juli 2011 · 19:46
Super,
 
ERGO Innendienstler · Mittwoch 13. Juli 2011 · 21:09
Auf der anderen Seite bewegt sich nichts ... aus meiner Sicht wäre es Besser zu streiken und zwar von Morgens bis Abends jeden Wochentag ... Bis die Herren zur Vernunft kommen ...

Schaun mer mal wer den längeren Atem hat ... das etwa weniger Geld kommt später über die dann notwendigerweise Samstagsarbeit zurück ... mit 50% zuschläge ggf. sollte man hier in Verhandlungen einen höheren Zuschlag einfordern ...

Nur wer kämpft kann gewinnen wer nicht kämpft hat schon verloren ... und ist auf die Gnade der Vorstände angewiesen ...

Nur mal so nebenbei sind das die Jungs ohne Probleme in China, Indien, Afrika etc. produzieren lassen und dennen Menschen nicht viel bedeuten ...
 
AX(i)Aner · Mittwoch 13. Juli 2011 · 21:13
Hey r_axa, du hast recht:hier könnte ggf. wirklich besser informiert werden! Wende dich doch an den Betriebsrat Deines Vertrauens! Wenn in Köln keiner ist, guck mal um Intranet im BR in Wiesbaden! Da sind auch nette dabei! :-)

Wer aussticht, Plusstunden abbaut oder Urlaub nimmt, streikt auch nicht! -.- und ne Stunde sind z.B. ca. 20 EUR brutto. Der Aufwand für den Arbeitgeber ist aber immer noch höher,besonders wenn die Mittagspause rausgerechnet werden muss, auf die man noch keinen Anspruch hatte, weil man noch keine 6 Std. gearbeitet hatte! Bei AXA ist das ein riesen Aufwand, weil Streiks in der EDV (ESS) nicht wirklich vorgesehen sind! :D

Bitte nicht ausstechen!
 
Gewerkschafterin · Mittwoch 13. Juli 2011 · 23:24
Stimmt - möglichst richtig in den Streik gehen. Das tut auch nicht weh, sondern macht Spass! (Naja - wenns bei uns in Köln am Freitag schon wieder regnet ... wir wollen auch mal bei Sonnenschein streiken :-). Wer ausstempelt oder Urlaub nimmt, tut den Arbeitgebern nicht richtig weh! Aber weil viele das erste Mal dabei sein, finde ich es auch o.k., wenn die Kolleginnen und Kollegen wenigstens auf der Streikversammlung sind und ihre Solidarität zeigen, auch wenn sie im Urlaub sind, oder Überstunden abfeiern. Jeder was er kann, um unsere Ziele zu erreichen!
 
Isartaler · Donnerstag 14. Juli 2011 · 00:19
Ich finde Überstundenabbauen - gerade für Nicht-Gewerkschaftler - jetzt auch nicht sooo schlecht. Man muss realistisch sehen, dass die nächstbeste Option für viele nicht "richtig-streiken", sondern "richtig-arbeiten" wäre. Zudem haben viele Kollegen ohnehin Probleme ihre Überstunden vor einem Verfall/Kappung oder ähnlichem zu retten. Also, was solls?
 
AX(i)Aner · Donnerstag 14. Juli 2011 · 06:57
Wenn mal unbefristet und mehrere Tage durchgestreikt wird, könnte ich es verstehen, wenn nicht Gewerkschaftler Plusstunden nutzen und abbauen.
 
allianz · Donnerstag 14. Juli 2011 · 07:13
streikauftruf ist angekommen und gut plaziert worden durch flugblätter.

in der Presse habe ich bisher aber noch nichts gefunden !!!
 
Lucky Streik · Donnerstag 14. Juli 2011 · 07:47
Ich bin schon ganz aufgeregt....auf morgen.
 
EmpörtEuch! · Donnerstag 14. Juli 2011 · 08:40
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

hier ein Link zum Streikrecht a-z:
http://dju.verdi.de/tarif/streikrecht/#broschure-das-streikrecht-von-a-z
Nach Stichworten geordnet findest du alles zum Thema Streik und was Beschäftigte beachten müssen. Für weitere Fragen stehen die örtlichen StreikleiterInnen zur Verfügung.
 
Christian · Donnerstag 14. Juli 2011 · 09:40
bei uns wurden flyer verteilt...nur mal wieder bei uns nur im halben büro....ich mal wieder keinen flyer...vollblinde bei uns im flyer-verteildienst echt..schon das x.te mal dass 3 plätze weiter was ankommt und bei mir nicht....
 
keinePost · Donnerstag 14. Juli 2011 · 13:24
R+V ist diesmal gut informiert!
In meiner Abteilung werden ca. 60 % streiken (alles "Unorganisierte"!). Wenn man die in der Probezeit rausrechnet, werden es 80 % sein.
 
AX(i)aner · Donnerstag 14. Juli 2011 · 13:46
Joa, Flyer wurden ausreichend verteilt und ausgelegt.

Beim Verteilen habe ich mitunter auch mit einigen Kollegen gesprochen und die Resonanz, zumindest in der Unterhaltung, war groß!

Wir erwarten morgen bei uns in Wiesbaden noch Kollegen der R+V, SV und AXA von anderen Standorten.

Da kann man mal gespannt sein, wie die morgige Beteiligung ist! Wenn hier erstmal die Straße dichti ist und rund 1000 Beschäftigte ihrem Unmut Luft machen, wärs schon klasse!

Auf ein weiter gutes Gelingen!

Grüße aus Wiesbaden
 
Michael · Donnerstag 14. Juli 2011 · 15:15
NAG hat gerade seine Mitglieder zur Unterstützung des Streiks aufgerufen.
 
 
Lachanfall · Freitag 15. Juli 2011 · 22:42

An Christian:

Ich hab dem Kollegen Beutelmann gesagt, er soll die Flyer ordentlich auslegen, aber weder ein vernünftiges Gehaltsangebot, noch Flyer verteilen kriegt er hin ;-)

Am besten du hilfst ihm!!!
 
Hans-Peter · Donnerstag 21. Juli 2011 · 11:31
Tatsache ist, dass die Arbeitgeber keine neue Entgeltordnung haben wollen. Warum auch, die jetzige Regelung, nach wie vor den BAT und den MTArb bei Eingruppierungen anzuwenden, bringt für die AG nur geldliche Vorteile. Anders gesagt: Hier hat ver.di einen Tarifvertrag vorschnell abgeschlossen. Der Fehler ist passiert und wir müssen nach vorne schauen. Wenn aber schon BAT und MTArb für wesentliche Regelungen im Arbeitsverhältnis herangezogen werden müssen, warum haben wir dann noch einen TVöD mit all seinen Verschlechterungen gegenüber den vorgenannten Tarifverträgen?

Also, Tatsachen schaffen und den TVöD in seiner Gänze kündigen!
 

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